Namen von Klang. Koblenzer Firmen erzählen ihre Geschichte

In der Wochenendausgabe Nr. 284 des 9./10. Dezember 1933 veröffentlichte der Koblenzer Generalanzeiger auf knapp vier Seiten die Geschichte von namhaften lokalen Firmen. Wahrscheinlich hatten die Firmen diese Veröffentlichung selbst finanziert, denn anderthalb Seiten zeigen im Grunde nichts Anderes als aktuelle Geschäftsanzeigen, ergänzt um das jeweilige Gründungsdatum der Firma. Das älteste Geschäft, dessen „Aufstieg und Entwicklung“ dann umrissen wird, war die seit 1849 bestehende Kürschnerei und Pelzwarenhandlung Ferdinand Schnabel. 1909 war die jüngste der porträtierten Firmen gegründet worden, die Bauunternehmung H. Neffgen.

Es fehlt die vermutlich älteste Koblenzer Firma, die heute noch existiert: Gemäß Schaufensteraufschrift wurde der Hutladen Schnell im Entenpfuhl 14 im Jahr 1806 gegründet. Im Einwohnerverzeichnis von 1818 taucht tatsächlich der Hutfabrikant Johann Schnell auf, der damals in der Firmungstraße Nr. 489 (heute Nr. 29) residierte und aus Krefeld stammte (StAK 623 Nr. 2170, S. 454). Das Einzelhandelsgeschäft wechselte seitdem mehrfach den Inhaber, heute betreibt es die Leonard Heyden GmbH.

 

Koblenzer_Geschäfte_1

Koblenzer_Geschäfte_2

Koblenzer_Geschäfte_3

Koblenzer_Geschäfte_4

 

 

Advertisements

Töpfer, Ziegeleien, Kalkbrennereien und Tonabbau in Koblenz

Anzeige_Ziegelei_Peters

Anzeige der Firma Gebrüder Peters mit Ansicht des Ringofens, Koblenzer Adressbuch 1883, Anzeigenteil, S. 47; vgl. Dilibri.

Peter Kleber widmet sich in seinem Aufsatz diesem bislang vernachlässigten Aspekt der Koblenzer Stadtgeschichte:

Töpfer- und Ziegelwesen, Kalkbrennereien und Tonabbau in Koblenz. Ein Rekonstruktionsversuch

Koblenzer Häuserbuch

häuser

Blick auf die Südseite des Plans mit den Häusern 26 bis 12 (von links), 1937 (Foto: Stadtarchiv Koblenz).

Das „Koblenzer Häuserbuch“ dokumentiert die Geschichte der Koblenzer Profanbauten (Wohnhäuser, Adelssitze, Wirtschaftsgebäude etc.) zum Teil bis zurück in die Zeit des Hochmittelalters. Somit steht nunmehr ein reicher stadt- und baugeschichtlicher, aber auch genealogischer und sozialgeschichtlicher Fundus zur Verfügung, dessen Wert für die Koblenzer Lokalgeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht hoch genug veranschlagt werden kann.
Letzte Aktualisierung: 18. Jan. 2016 (Neues zum „Wilden Mann“, Kornpfortstraße 10, Geschichte des Hauses, März 1817).
Das Häuserbuch finden Sie hier:

Häuserbuch

Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

Lithographische_Sternpresse_1840

Lithographische Sternpresse, um 1840.

Besonders im 19. Jahrhundert blühte in Koblenz das Lithographen-Gewerbe. Zwischen 1820 und 1945 sind insgesamt 40 Steindruckereien nachweisbar. Peter Kleber zeichnet die Biographien der Inhaber nach und schildert eingehend den sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergrund dieses Handwerkszweigs:

Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

#Becker, Gebrüder (Lithographen) #Kleber, Peter