Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

Lithographische_Sternpresse_1840

Lithographische Sternpresse, um 1840.

Besonders im 19. Jahrhundert blühte in Koblenz das Lithographen-Gewerbe. Zwischen 1820 und 1945 sind insgesamt 40 Steindruckereien nachweisbar. Peter Kleber zeichnet die Biographien der Inhaber nach und schildert eingehend den sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergrund dieses Handwerkszweigs:

Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

#Becker, Gebrüder (Lithographen) #Kleber, Peter

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Koblenzer Wegweiser durch Christian von Stambergs „Rheinischen Antiquarius“

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Christian von Stramberg (1785-1868).

 

Die Meinungen über Christian von Strambergs vielbändigen „Rheinischen Antiquarius“, ab 1851 in Koblenz bei Rudolf Friedrich Hergt erschienen, sind geteilt. Verschiedentlich als „Fundgrube“ für Orts- und Regionalhistoriker, die noch manche Überraschung berge, gelobt, macht sich schon bei oberflächlicher Lektüre unangenehm bemerkbar, dass der Autor seine Quellen nicht nennt, was denWert des Werks von vornherein schmälert. Bereits die Zeitgenossen kritisierten das überbordende Beiwerk, sei es sprachlich-stilistischer Art – schon der volle Titel mutet barock an –, seien es die weitschweifigen Ausflüge des Verfassers in die deutsche, ja europäische Geschichte oder die ausführliche Darlegung komplizierter Genealogien zahlreicher Fürstenhäuser und Adelsgeschlechter, die die Geduld des Lesers manchmal arg strapazieren.

Warum auch immer man sich auf den „Antiquarius“ einlässt: Seit jeher wird das Fehlen eines sachlich-systematischen Zugangs als Mangel empfunden. Die Erstellung eines Registers, auch nur zu einem Teil des Gesamtwerks, wäre jedoch von einem einzelnen Bearbeiter kaum zu leisten. Als Mittelweg bietet sich an, das recht ausführliche, streckenweise in narrativem Stil gehaltene Inhaltsverzeichnis am Schluss eines jeden Bandes als Grundlage eines Index zu nehmen. Zwar besteht dann die nicht geringe Gefahr, dass an manchen Stellen Namen, Ortsbezeichnungen oder Sachverhalte unberücksichtigt bleiben, weil sie durch die generalisierenden Angaben des Inhaltsverzeichnisses nicht erfasst sind. Dass dies tatsächlich so ist, haben verschiedene Stichproben ergeben. Andererseits sollte man die Möglichkeit, mit vertretbarem Aufwand zumindest Teile dieses umfangreichen Werks grob zugänglich zu machen, nicht ungenutzt lassen.

Index zum Rheinischen Antiquarius, Koblenz-Betreffe

#Hergt, Friedrich Rudolf #Stramberg, Christian von