Peter Joseph Osterhaus – ein deutsch-amerikanisches Leben

Osterhaus

US-Brigadegeneral Peter Joseph Osterhaus, 1863.

Der 1849 in die Vereinigten Staaten emigrierte Koblenzer Peter Joseph Osterhaus zählte seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zu den angesehensten Deutsch-Amerikanern. Als Offizier der Nordstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg (1861-1865) leiteten ihn die gleichen Ideale, die bereits sein aktives Eintreten für Demokratie und Menschenrechte während der badischen Revolution 1848/49 bestimmt hatten. Mit dieser eindeutigen Stellungnahme schuf Osterhaus Gemeinsamkeiten, die auch heute noch den positiven Teil der nicht immer unbelasteten deutsch-amerikanischen Beziehungen ausmachen.

Hans-Peter Kleber: Peter Joseph Osterhaus (1823-1917). Ein deutsch-amerikanisches Leben

#Osterhaus, Peter Joseph

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Villa Osterroth, Mainzer Straße 70

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Villa Osterroth, Mainzer Straße 70, um 1914 (Foto Max Rupricht, StAK FA 1-06 Mainzer Straße).

Die Villa Osterroth, 1875 im Landhausstil an der Mainzer Chaussee errichtet (ab 1894 Mainzer Straße 70), war von einem kleinen Landschaftspark umgeben, von dem heute nur noch eine einzelne Säule übrig ist:

Rätsel um Säule an der Ludwigstraße gelöst!

Koblenzer Häuserbuch

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Blick auf die Südseite des Plans mit den Häusern 26 bis 12 (von links), 1937 (Foto: Stadtarchiv Koblenz).

Das „Koblenzer Häuserbuch“ dokumentiert die Geschichte der Koblenzer Profanbauten (Wohnhäuser, Adelssitze, Wirtschaftsgebäude etc.) zum Teil bis zurück in die Zeit des Hochmittelalters. Somit steht nunmehr ein reicher stadt- und baugeschichtlicher, aber auch genealogischer und sozialgeschichtlicher Fundus zur Verfügung, dessen Wert für die Koblenzer Lokalgeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht hoch genug veranschlagt werden kann.
Letzte Aktualisierung: 18. Jan. 2016 (Neues zum „Wilden Mann“, Kornpfortstraße 10, Geschichte des Hauses, März 1817).
Das Häuserbuch finden Sie hier:

Häuserbuch

Das Einwohnerverzeichnis von 1818

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Formularkopf des Einwohnerverzeichnisses von 1818, hier Haus Nr. 802 in der Weißer Gasse (StAK 623 Nr. 2166, S. 198).

 

Das Einwohnerverzeichnis von 1818 ermöglicht einen Einblick in die Sozialstruktur der Koblenzer Bevölkerung zu Beginn der preußischen Zeit. Leider ist es nicht vollständig überliefert, doch sind hier mit knapp 8500 Personen ca. 83 Prozent der damaligen Koblenzer Bevölkerung dokumentiert, die sich auf rund 10.300 Einwohner belief. Hier können einzelne Namen recherchiert werden, was sicherlich für Familienforscher interessant ist. Darüber hinaus lassen sich bis zu einem gewissen Grad auch sozial-, wirtschafts- und bevölkerungsgeschichtliche Fragestellungen beantworten. Die teilweise beengten und unhygienischen Wohnverhältnisse veranschaulicht die Tatsache, dass sich im am dichtesten besiedelten Gebäude der Stadt, dem Haus Nr. 264 in der Kastorgasse, sage und schreibe 46 Menschen drängten. Die Angaben zu Konfession, Geburtsjahr, Beruf, Kinderzahl und Herkunft lassen Rückschlüsse auf Wanderungsbewegungen oder Stadt-Umland-Beziehungen zu.

Einwohnerverzeichnis 1818

 

 

Die Straßennamen der Stadt Koblenz

Straßenschild_Burgstraße

Straßennamen sind nicht nur für die Ermittlung aktueller und historischer Adressen eine unerlässliche Informationsquelle – gerade Familien- und Heimatforscher nutzen Straßenbezeichnungen für ihre Recherchen -, sondern auch Gegenstand der Orts-, Stadtgeschichts- und Namenforschung. Die vorliegende Dokumentation entstand daher nicht zufällig aus einer Ergebnissammlung für die Beantwortung häufiger Anfragen zu Koblenzer Personen und Bauten, bei denen Kenntnisse über die vormalige Benennung der Straßen eine wichtige Voraussetzung für weitere Auskünfte sind. Sie wird fortlaufend ergänzt und beruht vorwiegend auf Quellen, die im Stadtarchiv vorgehalten werden, also historischen Unterlagen und Veröffentlichungen, städtischem Verwaltungsschriftgut und einschlägiger Literatur.

Die Straßennamen der Stadt Koblenz

 

Die Auswandererdatei des Stadtarchivs

Aufruf an Auswanderungslustige Coblenzer Tageblatt 1849-02-11

„Aufruf an Auswanderungslustige!“ Anzeige im Coblenzer Tageblatt vom 11. Februar 1849.

 

Bislang (Stand 12. Nov. 2015) konnten 1751 Auswanderer aus Koblenz und den eingemeindeten Stadtteilen namentlich ermittelt werden. Diese Zahl spiegelt aber bei Weitem nicht das tatsächliche Aufkommen wider, weil eine hohe Dunkelziffer von Auswanderungen ohne Wissen und Konsens der staatlichen Behörden erfolgte. Der Untersuchungsraum von 1738 bis 1967 ergibt sich aus dem vorhandenen Quellenmaterial. Die zeitgenössischen statistischen Quellen zum Aufwanderungsaufkommen für die Stadt Koblenz zeigen, dass Erhebungen entweder gar nicht oder nur sporadisch durchgeführt wurden beziehungsweise Zahlen nicht bekannt waren. Um genauere Rückschlüsse über die Auswirkungen der Auswanderung auf das soziale Gefüge der Stadt Koblenz zu ziehen, sind sicherlich weitere Untersuchungen notwendig. Weitere Informationen finden Sie hier:

Auswanderung aus Koblenz

Digitalisierte Koblenzer Adressbücher

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Titelblatt des Adressbuchs von 1857.

 

Ein Adressbuch erfüllt als Verzeichnis der Anschriften von Privatpersonen, Gewerbetreibenden, Firmen, Vereinen und Behörden einen ähnlichen Zweck wie die späteren Telefonbücher. Für Familienforscher und Historiker sind die Adressbücher eine wichtige Quelle, weil sich mit ihrer Hilfe der Zeitraum eingrenzen lässt, innerhalb dessen eine Person in einer Stadt gelebt hat. Die Adressbücher für das 19. Jahrhundert sind von besonderer Bedeutung, da es noch keine Einwohnermeldeunterlagen gab. Sehr nützlich sind auch die diversen Behördenverzeichnisse. Branchenübersichten und gewerbliche Anzeigen sind ein wahrer Fundus für wirtschaftsgeschichtliche Fragestellungen, und die Listen von Vereinen enthalten oftmals den einzigen Hinweis auf einzelne Genossenschaften, wirtschaftliche Organisationen, religiöse, wohltätige oder Sport- und Turnvereine sowie diejenigen Personen, die im Vorstand tätig waren.

Im Rahmen des Projekts „Dilibri“ digitalisiert das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz die seit 1794 erschienenen Koblenzer Adressbücher und stellt sie via Internet zur Nutzung bereit. Der lückenhafte Bestand der Rheinischen Landesbibliothek wird durch Exemplare aus der Bibliothek des Stadtarchivs Koblenz ergänzt. Inzwischen sind alle Adressbücher bis zur Ausgabe 1939/40 unter folgendem Link online recherchierbar:

Koblenzer Adressbücher 1794-1940