Warum steht vor dem Koblenzer Theater ein Obelisk?

Wolfgang Schmid: Warum steht vor dem Koblenzer Theater ein Obelisk? Zur Geschichte und Symbolik eines barocken Herrschaftszeichens in rheinischen Residenzstädten

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Clemensplatz mit Brunnenobelisk. Blick in die Clemensstraße, links Hotel Trierer Hof und Theater. Aquatinta/Radierung von Johann Adolf Lasinsky (Zeichner) und Rudolf Bodmer (Stecher); Koblenz: Friedrich Röhling, um 1830 (StAK S 31 Nr. 1/4).

„Vor dem Koblenzer Theater steht ein Obelisk. Er macht einen etwas vernachlässigten Eindruck, er behindert den Blick auf die klassizistische Fassade des bekannten Theaters, und er blockiert wertvolle Parkplätze in der Innenstadt. Dass er heute ohne so recht erkennbare städtebauliche Funktion und ohne eindeutig verständliche Botschaft auf dem Deinhardsplatz steht, war sicherlich nicht im Sinne des Auftraggebers“…  Fortsetzung im Portal Rheinische Geschichte.

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Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck

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Band 1, Klappentext (Prof. em. Dr. Lucian Hölscher): „Lutz Engelskirchen erzählt die hundertjährige Geschichte des Kaiserdenkmals am Deutschen Eck in Koblenz als spektakuläre Geschichte wechselnder nationaler Identitäten: Sie zieht sich vom kaiserlichen Reichsdenkmal der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg über das autoritäre Staatssymbol der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft bis hin zum Mahnmal der europäischen Einigung und des geteilten Deutschland. Die aufwendige Rekonstruktion der Kaiserstatue verdankte das Deutsche Eck Anfang der 1990er Jahre allerdings ironischerweise gerade dem politischen Bedeutungsverlust der nationalen Denkmalskultur, die heute nur noch als touristische Attraktion und nostalgisch-kritische Erinnerung überlebt. Von den Intentionen der Stifter über die politischen Interpretationen der politischen Parteien bis zur Rezeption des Denkmals durch die Besucher durchschreitet diese spannende Darstellung das ganze Arsenal der einschlägigen Gesichtspunkte.“

Lutz Engelskirchen: Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in seinem Jahrhundert. Bd. 1-2. Berlin: Lit, 2016. ISBN 978-3-643-13348-9. – Zugl.: Bochum, Univ., Diss., 2013.

Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Koblenz

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Blick durch die Kornpfortstraße in Richtung Mosel, links der Eltz-Rübenacher Hof (Dreikönigenhaus), Kornpfortstraße 15, 1922. – Quelle: Fritz Michel: Coblenz. In: Die Rheinlande in Farbenphotographie. Hrsg. von Edmund Renard. Berlin, Köln 1922 (Deutschland in Farbenphotographie 7,2), S. 1-9, hier S. 8.

Das Verzeichnis der Kulturdenkmäler, Kreisfreie Stadt Koblenz, ist im Juni 2016 aktualisiert worden. Es wir herausgegeben von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE).

Das Denkmal am Deutschen Eck

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Blick auf die Kastorkirche, das Deutsche Eck und die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein, April 2011. Foto: Holger Weinandt (CC-BY-SA).

„Es ist sicher des Nachdenkens wert, wie dieses Denkmal im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt hat. 1896 von Bruno Schmitz in einem großartigen Entwurf als Schiffsbug am Zusammenfluß von Rhein und Mosel gestaltet, wurde es zum Wahrzeichen von Koblenz, ja ein Stück Identität dieser Stadt. Dieser Aspekt hat das Kaiserreich, den preußischen Staat und die Zerstörung des Standbilds überlebt und schließlich zu seiner Wiedererrichtung geführt. Der Sinn des Denkmals, an die Einigung der deutschen Staaten zum ‚Zweiten Reich‘ zu erinnern, wurde weitergeführt durch die Umwidmung des Denkmaltorsos in ein Mahnmal der Teilung Deutschlands. Seit der Wiedervereinigung schließlich zeugt die schlichte Geste der am Eck gehißten Flaggen der 16 neuen und alten Bundesländer von dem bescheiden gewordenen Selbstverständnis Deutschlands als Bundesrepublik. Der überdimensionale Sockel ist damit frei geworden für den Blick in die Geschichte.“

Zitat aus: Ingrid Bátori: Editorial. In: Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur N. F. 3 (1993) [Schwerpunkt: Das Denkmal am Deutschen Eck], S. 5-6, hier S. 5.

Michael Koelges: Das Deutsche Eck in Koblenz (2012)

Medien im Geschichtsunterricht. Ein Blog von Daniel Bernsen (Suchergebnisse Deutsches Eck)

Katharina Ritt, Gymnasium auf der Karthause, Koblenz: Das Deutsche Eck. Symbol nationaler Einheit oder Zeichen übertriebenen Nationalstolzes? (2013)

Marco Zerwas: Lernort „Deutsches Eck“. Besprechung im Rezensionsjournal „Sehepunkte“, Ausgabe 15 (2015), Nr. 12

Lutz Engelskirchen: Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in seinem Jahrhundert. Bd. 1-2. Berlin: Lit, 2016. ISBN 978-3-643-13348-9. Zugl.: Bochum, Univ., Diss., 2013.

#Wilhelm I. (dt. Kaiser) #Schmitz, Bruno