Die Straßennamen der Stadt Koblenz

Straßenschild_Burgstraße

Straßennamen sind nicht nur für die Ermittlung aktueller und historischer Adressen eine unerlässliche Informationsquelle – gerade Familien- und Heimatforscher nutzen Straßenbezeichnungen für ihre Recherchen -, sondern auch Gegenstand der Orts-, Stadtgeschichts- und Namenforschung. Die vorliegende Dokumentation entstand daher nicht zufällig aus einer Ergebnissammlung für die Beantwortung häufiger Anfragen zu Koblenzer Personen und Bauten, bei denen Kenntnisse über die vormalige Benennung der Straßen eine wichtige Voraussetzung für weitere Auskünfte sind. Sie wird fortlaufend ergänzt und beruht vorwiegend auf Quellen, die im Stadtarchiv vorgehalten werden, also historischen Unterlagen und Veröffentlichungen, städtischem Verwaltungsschriftgut und einschlägiger Literatur.

Die Straßennamen der Stadt Koblenz

 

Die Auswandererdatei des Stadtarchivs

Aufruf an Auswanderungslustige Coblenzer Tageblatt 1849-02-11

„Aufruf an Auswanderungslustige!“ Anzeige im Coblenzer Tageblatt vom 11. Februar 1849.

 

Bislang (Stand 12. Nov. 2015) konnten 1751 Auswanderer aus Koblenz und den eingemeindeten Stadtteilen namentlich ermittelt werden. Diese Zahl spiegelt aber bei Weitem nicht das tatsächliche Aufkommen wider, weil eine hohe Dunkelziffer von Auswanderungen ohne Wissen und Konsens der staatlichen Behörden erfolgte. Der Untersuchungsraum von 1738 bis 1967 ergibt sich aus dem vorhandenen Quellenmaterial. Die zeitgenössischen statistischen Quellen zum Aufwanderungsaufkommen für die Stadt Koblenz zeigen, dass Erhebungen entweder gar nicht oder nur sporadisch durchgeführt wurden beziehungsweise Zahlen nicht bekannt waren. Um genauere Rückschlüsse über die Auswirkungen der Auswanderung auf das soziale Gefüge der Stadt Koblenz zu ziehen, sind sicherlich weitere Untersuchungen notwendig. Weitere Informationen finden Sie hier:

Auswanderung aus Koblenz

Digitalisierte Koblenzer Adressbücher

stadtarchiv_adressbuch_1857

Titelblatt des Adressbuchs von 1857.

 

Ein Adressbuch erfüllt als Verzeichnis der Anschriften von Privatpersonen, Gewerbetreibenden, Firmen, Vereinen und Behörden einen ähnlichen Zweck wie die späteren Telefonbücher. Für Familienforscher und Historiker sind die Adressbücher eine wichtige Quelle, weil sich mit ihrer Hilfe der Zeitraum eingrenzen lässt, innerhalb dessen eine Person in einer Stadt gelebt hat. Die Adressbücher für das 19. Jahrhundert sind von besonderer Bedeutung, da es noch keine Einwohnermeldeunterlagen gab. Sehr nützlich sind auch die diversen Behördenverzeichnisse. Branchenübersichten und gewerbliche Anzeigen sind ein wahrer Fundus für wirtschaftsgeschichtliche Fragestellungen, und die Listen von Vereinen enthalten oftmals den einzigen Hinweis auf einzelne Genossenschaften, wirtschaftliche Organisationen, religiöse, wohltätige oder Sport- und Turnvereine sowie diejenigen Personen, die im Vorstand tätig waren.

Im Rahmen des Projekts „Dilibri“ digitalisiert das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz die seit 1794 erschienenen Koblenzer Adressbücher und stellt sie via Internet zur Nutzung bereit. Der lückenhafte Bestand der Rheinischen Landesbibliothek wird durch Exemplare aus der Bibliothek des Stadtarchivs Koblenz ergänzt. Inzwischen sind alle Adressbücher bis zur Ausgabe 1939/40 unter folgendem Link online recherchierbar:

Koblenzer Adressbücher 1794-1940

Zwangsarbeit während des „Dritten Reiches“ in Koblenz

stadtarchiv_zwangsarbeiterinnen

Zwangsarbeiterinnen bei Aufräumarbeiten in der Eltzerhofstraße nach dem Luftangriff vom 24. April 1944 (Foto: Stadtarchiv Koblenz).

Zwangsarbeit war während der Kriegsjahre im „Dritten Reich“ allgegenwärtig und beschränkte sich nicht auf die Rüstungsindustrie. Auch in Koblenz wurde die Kriegswirtschaft mit Hilfe vieler Tausender Zwangsarbeitskräfte in Gang gehalten, über deren Schicksal bisher nur wenig bekannt ist. Einen Überblick über Forschung zur Zwangsarbeit im Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz finden Sie hier.

Das Stadtarchiv Koblenz war von 2001 bis 2004 am Projekt „Nachweisbeschaffung für ehemalige Zwangsarbeiter“ beteiligt, das vom Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen, dem Bundesverband Information und Beratung für NS-Verfolgte und dem Bundesarchiv getragen wurde. Im Zuge der Recherchearbeiten konnten rund 4700 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter namentlich ermittelt werden, die in Koblenz und den heutigen Stadtteilen beschäftigt waren.

Judith Höhn-Engers hat in Nr. 49 (2004) der Zeitschrift „Unsere Archive“, S. 26-38, die Geschichte der Zwangsarbeit in Koblenz auf der Basis der geschilderten Forschungsarbeit erstmals dargestellt. Ihren instruktiven Aufsatz finden Sie hier:

Zwangsarbeit in Koblenz

Rheinland-Pfälzische Personendatenbank

stadtarchiv_personenkartei

Personenkartei des Stadtarchivs.

Die Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD) ist eine regionale Dokumentation zu Personen aus dem Bundesland und seinen historischen Vorläufern. Quellen sind Bücher, Aufsätze aus Zeitschriften, Jahrbüchern, Tages- und Wochenzeitungen sowie Einzelbeiträge aus Sammelwerken. Die Datenbank ist im Aufbau begriffen. Die RPPD wird von Mitarbeitern der Stadtbibliotheken Mainz und Trier sowie des Landesbibliothekszentrums an den Standorten Speyer und Koblenz gemeinsam erarbeitet. Die Personen werden in den einzelnen Bibliotheken mit dem Datenbank-Programm allegro-c dezentral erfasst. Die Rheinische Landesbibliothek führt das biographische Material redaktionell zusammen und betreut die für die Herstellung der Datenbank erforderliche EDV.
Das Stadtarchiv Koblenz hat seine Personenkartei zur Verfügung gestellt, der Informationen zu 941 Koblenzer Persönlichkeiten entnommen wurden. Ausgewertet wurde außerdem eine unveröffentlichte Dokumentation zu den städtischen Beigeordneten von 1817 bis 1957.

 

Rheinland-Pfälzische Personendatenbank