„Die Stadt ist ein einziges Trümmerfeld.“ Dokumente der Nachkriegszeit in Wort und Bild

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Programm des Stadttheaters Koblenz, Dezember 1945 (StAK P Nr. 185).

Vortrag von Dr. Petra Weiß und Michael Koelges (Stadtarchiv Koblenz) im Rahmenprogramm zu der Ausstellung „Mut zur Freiheit. Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin.“ Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr, Mittelrhein-Museum Koblenz, Zentralplatz 1. Kosten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Schüler und Studierende haben freien Eintritt

Das Stadtarchiv besitzt einen reichen Schatz an Zeugnissen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Koblenz. Im Vortrag werden Film-, Bild- und Schriftdokumente in Zusammenhang gebracht. Dabei kommen persönliche Erinnerungen ebenso zur Sprache wie offizielle Verlautbarungen, Plakate und Zeitungen. So eröffnet sich ein vielfältiges Panorama, in dem neben den Alltagssorgen auch die Energie des Aufbruchs in Kultur und Gesellschaft deutlich wird.

 

 

Die Kulturwoche „Lebendige Kunst“ 1947

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Aus: StAK 623 Nr. 7191, S. 78.

Zwei Jahre nach Kriegsende, vom 31. Mai bis 15. Juni 1947, waren in der Alten Burg, heute Sitz des Stadtarchivs, 101 Werke bedeutender deutscher Künstler zu sehen. Zum ersten Mal nach der Gleichschaltung und Abschottung der Kunstszene während der NS-Zeit bekamen die Koblenzer herausragende moderne Kunst aus den Bereichen Malerei, Grafik und Plastik zu Gesicht.

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Ausstellung „Lebendige Kunst“ in der Alten Burg, Katalog-Broschüre (aus StAK 623 Nr. 7191, S. 51-64).

Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

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US-Soldaten erreichen am 16. März 1945 den Stadtteil Moselweiß (StAK FA 2 Nr. 2096).

Am Samstag, 29. Oktober, bietet sich für dieses Jahr die letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin. Die Dauerausstellung des Stadtarchivs mit vielen interessanten Exponaten und einem Film über das zerstörte Koblenz ist dienstags von 10 bis 12 Uhr, donnerstags von 15 bis 17 Uhr und samstags von 10 bis 13 Uhr zu besichtigen, letztmalig am 29. Oktober. Der Eintritt ist kostenlos.

Kaiserin Augusta in Koblenz

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Kaiserin Augusta und Kaiser Wilhelm I. vor der Trinkhalle in den Rheinanlagen, 1887 (StAK FA 4,1 Nr. 1, Bild 52; Foto: Otto Kilger).

 

Im Herbst und Winter 2016/2017 befassen sich zwei Ausstellungen mit dem Wirken von Kaiserin Augusta in Koblenz. Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz/Rheinische Landesbibliothek präsentiert einen Querschnitt durch die öffentliche Bibliothek im Kurfürstensaal des Kurfürstlichen Schlosses und die erhaltenen „Schätze“ dieser Sammlung, die als Dauerleihgabe der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz seit 2010 in der Rheinischen Landesbibliothek verwahrt werden. Das Mittelrhein-Museum Koblenz zeigt Bilder, Zeichnungen und Objekte aus dem Besitz der Kaiserin, die bis heute im Bestand des Museums überdauert haben. Ergänzend dazu werden Bücher aus dem persönlichen Besitz Augustas, die sich heute in der Klosterbibliothek Maria Laach und in der Stadtbibliothek Koblenz befinden, zu sehen sein.

Zu den Ausstellungen erscheint ein Begleitband:

dem Besuch der Stadtbewohner und der Fremden stets zugänglich … . Kunstwerke und Bücher aus dem Besitz der Augusta. Koblenz: LBZ, 2016 (Schriften des Landesbibliothekszentrums Rheinland-Pfalz 13). – Mit Beiträgen von Jens Fachbach, Claudia Heitmann, Barbara Koelges, Michael Koelges, Erik Lommatzsch und Armin Schlechter.

Flyer zu den Ausstellungen

#Augusta, dt. Kaiserin #Wilhelm I., dt. Kaiser

 

Hermann Schaaffhausen

 

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Hermann Schaaffhausen (StAK FA 1-24 Personen).

Der Anthropologe Hermann Schaaffhausen war der erste Wissenschaftler, der den Urmenschen-Fund des Jahres 1856 aus dem Neandertal bei Düsseldorf beschrieb. Er wurde am 19. Juli 1816 als Sohn des Fabrikanten Hubert Josef Schaaffhausen und seiner Frau Anna Maria Wachendorf in Koblenz geboren und starb am 26. Januar 1893 in Bonn.

Anlässlich seines 200. Geburtstags zeigt das LVR-Landesmuseum Bonn eine Ausstellung zu Leben und Wirken Schaaffhausens.

Aus diesem Anlass wurde auch der Teilnachlass des Wissenschaftlers digitalisiert, der sich im Besitz des Stadtarchivs Koblenz befindet.

#Schaaffhausen, Hermann #Schaaffhausen, Hubert Josef #Schaaffhausen, Anna Maria #Wachendorf, Anna Maria

Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin

Hochvitrine_Volksgasmaske

 

Die Dauerausstellung ist ab Donnerstag, 5. Mai 2016, 15 Uhr, wieder zugänglich!

Pressemitteilung der Stadt Koblenz

 

Im Jahre 2006 beschloss der Kulturausschuss der Stadt Koblenz einstimmig, auf Fort Konstantin eine Dokumentation zum Thema „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ einzurichten. Nachdem in den Folgejahren im Rahmen des UNESCO-Welterbeprogramms die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden konnten, erhielt das Stadtarchiv 2014 den Auftrag zur Erstellung einer Konzeption und Durchführung des Projekts.

Am 8. Mai 2015 eröffnete Kulturdezernent Detlef Knopp die neue Dauerausstellung, die auch als außerschulischer Lernort gedacht ist. Sie befindet sich in den vier Kasematten des nördlichen Erdgeschoss-Flügels von Fort Konstantin (ein barrierefreier Zugang ist vorhanden) und besteht aus folgenden Teilen:

  • Hülle der 1999 in Metternich gefundenen Luftmine,
  • Propellerblatt eines abgeschossenen US-Bombers,
  • 23 Ausstellungstafeln mit jeweils mehreren Abbildungen,
  • vier Vitrinen, zwei Wandnischen und ein Durchgang mit Exponaten,
  • mehrere großformatige Fotoreproduktionen (Leitmotiv Deutsches Eck),
  • Hörstation mit einem Tondokument vom März 1945 sowie
  • Film „Koblenz in Trümmern 1946“.

Bei der Konzeption wurde besonderer Wert auf die Einbettung der Thematik in den historischen Kontext gelegt: Um eine Verwechselung von Ursachen und Wirkung auszuschließen, wird zunächst Koblenz im Dritten Reich näher beleuchtet. Dabei liegt wiederum ein Schwerpunkt auf dem Thema Verfolgung. Erst dann wird die eigentliche Thematik aufgegriffen und behandelt. Die Ausstellung profitiert dabei von der Authentizität des Ortes: 1944 wurden die Kasematten zu einem Bunker ausgebaut und im März 1945 beherbergte das Fort das letzte Widerstandsnest der Wehrmacht.

 

Film

Der Offene Kanal Koblenz e. V. drehte im September 2015 einen Filmbericht über die Ausstellung, der auf Youtube zu sehen ist.

 

Öffnungszeiten:

Ende Oktober 2015 ging die Dauerausstellung in die Winterpause. Sie wird ab 5. Mai 2016 wieder zu besichtigen sein. Die Öffnungszeiten und weitere Hinweise werden auf den Webseiten des Stadtarchivs und der Presse bekannt gegeben.

 

ÖPNV:

evm-Buslinie 2/12, Haltestelle Fort Konstantin

#Knopp, Detlef