Vortrag und Ausstellung: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz

 

Bürgerwehr-Marsch

„Anfang des alten 1848er Bürgerwehr-Marsches“ (StAK KH 127 Nr. 36).

Die Revolution von 1848/49, die freiheitlichen und demokratischen Ideen für kurze Zeit zum Durchbruch verhalf, hat auch in Koblenz die Gemüter heftig bewegt. Eine paradierende Bürgerwehr, die Formulierung politischer Programme, die Bildung parteiartiger Vereinigungen sowie eine lebhafte Publizistik zeugen davon, dass sich die Ideen von Freiheit, Einheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Macht Bahn brachen. Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs Koblenz, hält am Freitag, 1. Juni 2018, um 18 Uhr im Mittelrhein-Museum einen bebilderten Vortrag zu den Ereignissen in der Stadt. Der Eintritt ist frei. Darüber hinaus ist im Stadtarchiv in der Alten Burg, Burgstraße 1, bis zum 14. Juni während der Öffnungszeiten (Mo 14-17 Uhr, Do 10-13 Uhr) eine Kabinettausstellung kostenfrei zu besichtigen, die diese bewegten Jahre der Stadtgeschichte anhand schriftlicher und bildlicher Quellen veranschaulicht.

Vortrag und Ausstellung sind der Beitrag des Stadtarchivs zu den Koblenzer Wochen der Demokratie. Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 bieten rund 30 Akteure 50 Veranstaltungen der verschiedensten Art zum Thema Demokratie an. Anlass ist die Rittersturz-Konferenz, die vom 8. bis 10. Juli 1948 im Koblenzer Hotel Rittersturz stattfand und die sich zum 70. Mal jährt.

 

Wozu_Demokratie

 

 

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Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin

 

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Ab Donnerstag, 17. Mai 2018, ist die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin wieder geöffnet.

Bei der Konzeption wurde besonderer Wert auf die Einbettung der Thematik in den historischen Kontext gelegt: Um eine Verwechselung von Ursachen und Wirkung auszuschließen, wird zunächst Koblenz im Dritten Reich näher beleuchtet. Dabei liegt wiederum ein Schwerpunkt auf dem Thema Verfolgung. Erst dann wird die eigentliche Thematik aufgegriffen und behandelt. Die Ausstellung profitiert dabei von der Authentizität des Ortes: 1944 wurden die Kasematten zu einem Bunker ausgebaut und im März 1945 beherbergte das Fort das letzte Widerstandsnest der Wehrmacht.

 

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Wozu Demokratie?

 

 

Wozu_Demokratie

Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 finden unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Koblenzer Wochen der Demokratie statt.

Vom 28. Mai bis 14. Juni zeigt das Stadtarchiv in der Alten Burg eine Ausstellung zur Revolution von 1848/49 in Koblenz. Am 1. Juni, 18 Uhr, hält Michael Koelges im Mittelrhein-Museum einen Vortrag zum selben Thema.

Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

 

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Amerikanische Soldaten vor dem Rathaus, 18. März 1945 (StAK FA 2 Nr. 4336).

Die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ im Fort Konstantin geht in die Winterpause und ist letztmalig am Sonntag, 22. Oktober 2017, von 11.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung, die auch als außerschulischer Lernort gedacht ist, befindet sich in den vier Kasematten des nördlichen Erdgeschoss-Flügels von Fort Konstantin (ein barrierefreier Zugang ist vorhanden) und besteht aus folgenden Teilen:

  • Hülle der 1999 in Metternich gefundenen Luftmine,
  • Propellerblatt eines abgeschossenen US-Bombers,
  • 23 Ausstellungstafeln mit jeweils mehreren Abbildungen,
  • vier Vitrinen, zwei Wandnischen und ein Durchgang mit Exponaten,
  • mehrere großformatige Fotoreproduktionen (Leitmotiv Deutsches Eck),
  • Modelle eines amerikanischen und eines britischen Bombers,
  • Hörstation mit einem Tondokument vom März 1945 sowie
  • Film „Koblenz in Trümmern 1946“.

Bei der Konzeption wurde besonderer Wert auf die Einbettung der Thematik in den historischen Kontext gelegt: Um eine Verwechselung von Ursachen und Wirkung auszuschließen, wird zunächst Koblenz im Dritten Reich näher beleuchtet. Dabei liegt wiederum ein Schwerpunkt auf dem Thema Verfolgung. Erst dann wird die eigentliche Thematik aufgegriffen und behandelt. Die Ausstellung profitiert dabei von der Authentizität des Ortes: 1944 wurden die Kasematten zu einem Bunker ausgebaut und im März 1945 beherbergte das Fort das letzte Widerstandsnest der Wehrmacht.

Der Offene Kanal Koblenz e. V. drehte im September 2015 einen Filmbericht über die Ausstellung, der auf Youtube zu sehen ist

„Die Stadt ist ein einziges Trümmerfeld.“ Dokumente der Nachkriegszeit in Wort und Bild

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Programm des Stadttheaters Koblenz, Dezember 1945 (StAK P Nr. 185).

Vortrag von Dr. Petra Weiß und Michael Koelges (Stadtarchiv Koblenz) im Rahmenprogramm zu der Ausstellung „Mut zur Freiheit. Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin.“ Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr, Mittelrhein-Museum Koblenz, Zentralplatz 1. Kosten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Schüler und Studierende haben freien Eintritt

Das Stadtarchiv besitzt einen reichen Schatz an Zeugnissen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Koblenz. Im Vortrag werden Film-, Bild- und Schriftdokumente in Zusammenhang gebracht. Dabei kommen persönliche Erinnerungen ebenso zur Sprache wie offizielle Verlautbarungen, Plakate und Zeitungen. So eröffnet sich ein vielfältiges Panorama, in dem neben den Alltagssorgen auch die Energie des Aufbruchs in Kultur und Gesellschaft deutlich wird.

 

 

Die Kulturwoche „Lebendige Kunst“ 1947

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Aus: StAK 623 Nr. 7191, S. 78.

Zwei Jahre nach Kriegsende, vom 31. Mai bis 15. Juni 1947, waren in der Alten Burg, heute Sitz des Stadtarchivs, 101 Werke bedeutender deutscher Künstler zu sehen. Zum ersten Mal nach der Gleichschaltung und Abschottung der Kunstszene während der NS-Zeit bekamen die Koblenzer herausragende moderne Kunst aus den Bereichen Malerei, Grafik und Plastik zu Gesicht.

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Ausstellung „Lebendige Kunst“ in der Alten Burg, Katalog-Broschüre (aus StAK 623 Nr. 7191, S. 51-64).