Koblenz in der Kolonialzeit

Koblenz-Kolleg

Stefan Bosch (Koblenz-Kolleg) und Kathrin Schmude (Stadtarchiv).

Kathrin Schmude, Archivpädagogin des Koblenzer Stadtarchivs, besuchte am 17. September 2019 den Geschichtsleistungskurs des Abendgymnasiums (K1) des Koblenz-Kollegs. Sie brachte historische Fundstücke aus der Kolonialzeit mit. Nach der Vorstellung von Aufgaben und Funktion des Stadtarchivs übten sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten darin, Zeitungsartikel in Frakturschrift zu entziffern. Anhand von Fotografien und Adressbüchern erforschten sie die Bedeutung des Kolonialhandels für Koblenz. Mit großem Eifer und Spaß stellten die Kursteilnehmer Bezüge zu bisherigen Unterrichtsinhalten her und förderten interessante Erkenntnisse zutage.

Hier gibt es mehr zum Koblenz-Kolleg:

https://www.koblenz-kolleg.de/

https://de-de.facebook.com/Tageskolleg.Abendgymnasium.OnlineSchulzweig/

#Schmude, Kathrin #Bosch, Stefan

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Archivführerschein

 

Führerschein Vorderseite

 

Archive haben als außerschulische Lernorte großes Lern- und Erkenntnispotential. Das Motto des Deutschen Archivtages 2018 in Rostock „Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive“ verweist auf die zentrale Bedeutung von staatlichen und kommunalen Archiven als Institutionen zur transparenten Bewahrung und Vermittlung historischer Informationen anhand der dortigen Originalquellen. Deren Nutzung ist ein zentrales Recht aller Bürgerinnen und Bürger und sollte den Schülerinnen und Schülern gerade im Sinne der Demokratieerziehung unbedingt nahegebracht werden.[1]

In diesem Sinne haben Ihre Lerngruppen der Unter- und Mittelstufe die Möglichkeit, bei uns im Stadtarchiv Koblenz den Archivführerschein und damit die Berechtigung zur „Fortbewegung“ im Archiv als dem „Gedächtnis ihrer Heimatstadt“ zu erwerben. Dazu besuchen Ihre Schülerinnen und Schüler über einen vorher gemeinsam festgelegten Zeitraum regelmäßig oder zu bestimmten Einzelterminen mehrmals das Stadtarchiv. Dort sollen sie das Archiv an sich und die hier befindlichen Archivalien in methodisch-didaktischer und materieller Vielfalt kennenlernen. Dabei kann Ihre Lerngruppe etwas über dessen Geschichte, den Entstehungsweg von städtischem Archivgut sowie die eigentliche Arbeit mit den Quellen in ihrer ganzen Vielfalt auf der einen, aber auch ihren Herausforderungen und „Tücken“ auf der anderen Seite erfahren. Dazu gehören unter anderem die Arbeit mit unserem neuen Archivkoffer, ein „Damals-und-heute-Memory“, ein kleiner Schreib- und Lesekurs in Sütterlin und Fraktur, aufgabengeleitete Erkundungs- und Recherchetouren bei uns in der Alten Burg und Ähnliches mehr.

Am Ende erhalten alle Schülerinnen und Schüler als „amtliches“ Dokument einen originalgetreuen, eigenen, personalisierten „Archivführerschein“ (siehe Abbildung).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644).

 

[1] Vgl. dazu Schaller, Annekatrin: Anspruch und Wirklichkeit. Archivpädagogik in Deutschland heute, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 102-104, hier S. 102-103 sowie Aspelmeier, Jens: „Geschichte selber erkunden“ – Geschichtsdidaktische Überlegungen zu Chancen und Grenzen historischen Lernens im und mit dem Archiv, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 105-107, hier S. 105.

 

Führerschein innen

Archivpädagogische Angebote zur Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

 

Seit 2015 präsentiert das Stadtarchiv auf Fort Konstantin die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“, die jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet ist. Sie thematisiert nicht nur den Luftkrieg und die Befreiung von Koblenz durch die US-Amerikaner, sondern auch den lokalen Aufstieg der NSDAP und die Alltagsgeschichte der Bevölkerung. Zu sehen sind neben Ausstellungstafeln zahlreiche Fotos und Exponate, es gibt eine Hörstation sowie einen Film über das zerstörte Koblenz. Für Schulklassen können gesonderte Besichtigungstermine vereinbart werden (Frau Rech, Tel. 0261/1334788). Der Besuch ist kostenlos. Es besteht eine gute ÖPNV-Anbindung über die evm-Linien 2/12 und KVG-Linien 620/621, ein barrierefreier Zugang ist vorhanden.

Verschiedene ausstellungsbegleitende sowie vor- und nachbereitende Unterrichtsangebote (Anforderungsbereiche I-III) für Ihre Lerngruppen der Mittel- und Oberstufe finden Sie unten. Bitte beachten Sie, dass der Ausdruck bei einigen Dokumenten im DIN-A3-Format erfolgen muss.

Für Rückfragen, Kritik und Anregungen stehen Ihnen gerne Frau Dr. Petra Weiß (Tel. 0261/129-2642) und Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644) zur Verfügung.

 

Kreuzworträtsel
Lösung Kreuzworträtsel
Eigene Fragen an die Ausstellung
Eigene Fragen und Antworten für ein Rätsel
Schreibgespräch
Quellenarbeit Erinnerungskultur
Allgemeine Reflektionsaufgabe

 

 

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