Karl August Groos (1789-1861), evangelischer Pfarrer und Konsistorialrat in Koblenz

 

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Sterbeeintrag Karl August Groos; Stadtarchiv Koblenz (StAK) 623,2 Nr. 559/1861, Standesamt Koblenz.

 

Am 21. November 1861 erschienen vor dem Koblenzer Personenstandsbeamten, Oberbürgermeister Hubert Josef Cadenbach, der Gerichtsassessor Karl August Groos, 32 Jahre alt, und der 61-jährige Pfarrer Ferdinand Schütte, um den Tod des 72-jährigen Konsistorialrats Karl August Groos am Vortag anzuzeigen. Der Verstorbene war in erster Ehe mit Christiane Hinzpeter (gest. 1832)[1] verheiratet gewesen und hinterließ seine zweite Ehefrau Henriette geb. Aster. Groos‘ Eltern waren Heinrich Groos, „Fürstlich-Wittgensteinischer Kammer-Rath“, und Hedwig Wilhelmine geb. Koch, beide zuletzt wohnhaft in Laasphe, Regierungsbezirk Arnsberg (Westfalen).

Groos hat auch in Koblenz seine Spuren hinterlassen.[2] Am 16. Februar 1789 in Saßmannshausen (Kreis Wittgenstein) geboren, trat er nach dem Studium der evangelischen Theologie und kirchlichem Vorbereitungsdienst im Jahr 1821 seine erste Pfarrstelle in Bendorf an. Dort heiratete er am 28. Mai 1835 in zweiter Ehe[3] Henriette (Jettchen) Aster[4], die ledige Schwester seines engen Freundes Erst Ludwig Aster, General und leitender Festungsingenieur von Koblenz und Ehrenbreitstein sowie Namensgeber des Koblenzer Stadtteils Asterstein. Bei dieser Verbindung handelte es sich möglicherweise um eine „Freundschafts- und Versorgungsehe“.[5] Groos, der selbst an den Befreiungskriegen teilnahm, ist durch die Vertonung von Gedichten bekannt geworden, die an die Zeit des Kampfes gegen Napoleon erinnern; sein Name ist insbesondere mit der Melodie zu Max von Schenkendorfs[6] „Freiheit, die ich meine“ verbunden.[7]

1827 verließ Groos Bendorf und übernahm die Stelle des Garnisonpredigers in Koblenz, die er bis 1838 inne hatte.[8] Von 1833 bis 1838 amtierte er als Militäroberpfarrer und gehörte 1834 zu den Gründungsmitgliedern des Evangelischen Frauenvereins.[9] Zu Konflikten zwischen dem Berliner Ministerium und der evangelischen Zivilgemeinde kam es, als Groos als Nachfolger des ersten evangelischen Pfarrers von Koblenz, Johann Justus Cunz (Amtszeit 1803-1835), in die Koblenzer Pfarrstelle eingesetzt wurde, da die Gemeinde ihr Pfarrerwahlrecht missachtet sah. Groos‘ Nachfolger als Militäroberpfarrer wurde 1838 Pfarrer Möllhausen. Nachdem Groos 1843 zum Konsistorialrat ernannt worden war, übernahm sein Nachfolger Friedrich Schütte aus Ende im Regierungsbezirk Arnsberg die Koblenzer Zivilpfarrstelle.

 

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Coblenzer Anzeiger Nr. 9, 21.1.1838, S. 1 (StAK MF 9 Nr. 11).

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Coblenzer Anziger Nr. 36, 13.2.1844, S. 1 (StAK MF 9 Nr. 19).

 

Groos wohnte zunächst im Haus Nr. 456 b am Paradeplatz.[10] Dann zog er zu einem unbekannten Zeitpunkt in das neue evangelische Pfarrhaus in der Neugörgenstraße (später Viktoriastraße 15), dessen Grundstein noch von seinem Vorgänger, Pfarrer Cunz, am 15. August 1834 gelegt worden war.[11]

 

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Evangelisches Pfarrhaus, Viktoriastraße 15, um 1938 (StAK FA 1-420).

Unter dieser Anschrift vermerken ihn auch das Adressbuch von 1840[12] und die „Liste der Zivileinwohner von Koblenz“ aus dem folgenden Jahr.[13] Zum Haushalt gehörten seine Ehefrau Henriette (46 Jahre), die Söhne Gisbert (17), Moritz (16), Ernst (14) und Karl (12) sowie die Nichten Eleonora Hinzpeter (15) und Auguste Speck (14), ferner die Mägde Katharina Dampmann (26) und Ludovica Heinrich (22). Nach der Liste der Zivileinwohner von 1850[14] wohnte die Familie im Haus Nr. 1008 (später Neustadt 5) in unmittelbarer Nachbarschaft des Theaters. Sohn Moritz (25) wird als „Rechtskandidat“ bezeichnet, Sohn Gisbert (26) als „Kandidat der Theologie“. Zum Haushalt gehörte außerdem die Magd Elisabeth Heigerwald (26).

Nach den Adressbüchern von 1857, 1859 und 1863[15] bewohnte die Familie – Karl August Groos starb am 20. November 1861 – das Haus Paradeplatz 3, unmittelbar neben dem Verlagshaus und der Buchhandlung Karl Baedeker (Paradeplatz 1) gelegen. Sohn Gisbert wurde nach wie vor als Kandidat der Theologie bezeichnet, Sohn Moritz erschien jetzt als Landgerichtsreferendar. Laut Adressbuch 1868 wohnte Dr. Gisbert Groos, nunmehr Divisions-Prediger, im Haus Rheinstraße 24, während Henriette Groos weiterhin unter der Adresse Paradeplatz 3 geführt wurde.[16]

 

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Ausschnitt aus dem „Adressbuchplan“ von 1840 (StAK K Nr. 213) mit den verschiedenen Wohnsitzen der Familie Groos: Haus Nr. 456 b (später Paradeplatz 7, heute Josef-Görres-Platz), das evangelische Pfarrhaus in der Neugörgenstraße (Haus Nr. 1093, später Viktoriastraße 15, rechts oben), das Haus Nr. 1008 (später Neustadt 5) nahe dem Theater und das Haus Nr. 456 (später Paradeplatz 3, links unten) unmittelbar neben dem Verlagshaus und der Buchhandlung Karl Baedeker (Haus Nr. 455, später Paradeplatz 1).

 

Karl August Groos zählte zum Freundeskreis des Generals von Bardeleben[17], dem „Riesenklub“, so genannt nach seinem Versammlungsort, dem Gasthof „Zum Riesen“ in der Rheinzollstraße.[18] Wohl 1815 von dem nachmaligen preußischen Kriegsminister Gustav von Rauch gegründet[19], geriet dieser informelle Zirkel in den 1830er-Jahren beim preußischen Innenminister Karl Albert von Kamptz in den Ruch demagogischer Umtriebe, woraufhin sich die Vereinigung auflöste. Wenige Jahre später durch Bardeleben wiederbelebt, war auch der Koblenzer Regierungsrat Gerd Eilers[20] für kurze Zeit Mitglied des Riesenklubs. Von ihm ist eine kurze Charakterisierung Groos‘ überliefert: „Groos hatte ein reiches humoristisches Talent, das sich mit einem tief gemütvollen Christentum verband. Eilers sagt, daß er niemand kennen gelernt habe, der mehr wie Groos, nicht nach der Schnur konfessioneller Hadersymbole, sondern in dem Gefühle des Erlösungsbedürfnisses der Menschheit eine so reine und wahrhaftige christliche Herzensbildung erlangt habe.‘“[21]

Dieser Beitrag ist Teil einer Blog-Kooperation mit dem Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein  und dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Beiträge von Tatjana Klein und Andreas Metzing). Dank an Thomas Wolf für die Anregung!

#Groos, Karl August

 

[1] Pfarrer-Datenbank, Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (AEKR) Düsseldorf; URL: https://blog.archiv.ekir.de/wp-content/uploads/2019/02/Pfarrerbuch_Karl_August_Groos.pdf (Zugriff 28.2.2019).

[2] Zu Groos allgemein vgl. den Wikipedia-Eintrag unter URL https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_August_Groos (Zugriff 27.2.2019).

[3] Pfarrer-Datenbank, AEKR Düsseldorf (wie Anm. 1).

[4] Dresden 1794 oder 1795 – 6.10.1869 Koblenz (StAK 623,2 Nr. 507/1869, Standesamt Koblenz).

[5] Erich Engelke: „Mit Gott für König und Vaterland“. Die preußische Militärgemeinde in Koblenz. In: Pragmatisch, preußisch, protestantisch… Die Evangelische Gemeinde Koblenz im Spannungsfeld von rheinischem Katholizismus und preußischer Kirchenpolitik. Hrsg. von Markus Dröge u. a. Bonn 2003 (Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte 161), S. 243-266, Zitat S. 265.

[6] Maximilian Gottfried Schenck von Schenkendorf (so die Namensangabe im Sterbeeintrag, StAK 623,2 Nr. 406/1817, Standesamt Koblenz; Tilsit/Ostpreußen 11.12.1783 – 11.12.1817 Koblenz), 1816-1817 Regierungsrat bei der Königlichen Regierung Koblenz, wo er die Militärsachen bearbeitete. „Obwohl Schenkendorf als geborener Ostpreuße den Rheinlanden völlig fremd war, hat doch seine von warmer Liebe zum Rheinlande erfüllte Persönlichkeit, die durch seine Begeisterung für rheinische Kunst und sein Gefallen an der Art des katholischen Gottesdienstes die Herzen der Bevölkerung gewonnen, es vermocht, unvermeidliche Härten in milderem Lichte erscheinen zu lassen. Nur allzufrüh setzte ein Nervenschlag seinem Leben am 11. Dezember 1817 ein Ende. Die Regierung konnte bei der Anzeige seines Todes an den Oberpräsidenten mit Fug erklären, daß das Kollegium in ihm ‚eines seiner ausgezeichnetsten und würdigsten Mitglieder‘ verliere“ (Hans Schubert: Die preußische Regierung in Koblenz. Ihre Entwicklung und ihr Wirken 1816-1918. Bonn 1925, S. 180). – Im Übrigen war einer der Zeugen, der den Tod Schenkendorfs anzeigte, sein Nachbar Josef Görres.

[7] Wilhelm Josef Becker: Karl Groos, der Komponist von „Freiheit, die ich meine“. In: Koblenzer Heimatblatt 3 (1926), Nr. 41, S. 3; URL: https://www.dilibri.de/rlb/periodical/pageview/179553. – Veränderter Wiederabdruck in: Rhein-Zeitung Nr. 10 vom 11.1.1952.

[8] Zu Groos‘ beruflichem Wirken in Koblenz vgl. Andreas Metzing: Karl August Groos (1789-1861) – ein Pfarrerleben in Zeiten des Umbruchs; URL: https://blog.archiv.ekir.de/2019/02/16/karl-august-groos-1789-1861-ein-pfarrerleben-in-zeiten-des-umbruchs/ (Zugriff 26.2.2019).

[9] Barbara Koops: Zwei evangelische Frauenvereine in Koblenz. In: Pragmatisch, preußisch, protestantisch (wie Anm. 5), S. 217-242, hier S. 219.

[10] Koblenzer Adressbuch 1828, S. 62; URL: https://www.dilibri.de/nav/classification/55302 (Zugriff 26.2.2019), auch für die im Folgenden angegebenen Fundstellen aus den Koblenzer Adressbüchern. – Die Angabe bei Engelke (wie Anm. 5), S. 266, Groos hätte „zunächst das Umbscheiden’sche Kanonikerhaus“ bewohnt, ist nicht nachvollziehbar.

[11] Max Bär: Aus der Geschichte der Stadt Koblenz 1814-1914. Koblenz 1922, S. 315; URL: https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/6489 (Zugriff 27.2.2019). – Andreas Metzing: Aus Rheinländern werden Preußen. Die Evangelische Gemeinde Koblenz 1815-1848. In: Pragmatisch, preußisch, protestantisch (wie Anm. 5), S. 29-50, hier S. 47. Das Pfarrhaus wurde auf dem Gelände der ehemaligen Festungsbaumschule errichtet; das 87 Ruten große Grundstück hatte die Gemeinde für den Betrag von 564 Talern vom Militärfiskus erworben; Theodor Link: Die Anfänge der evangelischen Gemeinde Coblenz. Coblenz 1891, S. 43-45, URL: https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/261535 (Zugriff 28.2.2019).

[12] Koblenzer Adressbuch 1840, S. 39 und 45 („Groos, Consistorialrath und Pfarrer der evangelischen Gemeinde hierselbst, Ritter des rothen Adlerordens 4r Klasse“).

[13] StAK 623 Nr. 2172.

[14] StAK 623 Nr. 2173.

[15] Koblenzer Adressbuch 1857, S. 133; 1859, S. 141; 1863, S. 123.

[16] Koblenzer Adressbuch 1868, S. 94.

[17] Karl Moritz Ferdinand von Bardeleben (Prenzlau 7.7.1777 – 14.2.1868 Koblenz), Gouverneur von Koblenz und Ehrenbreitstein, zuletzt Generalleutnant und, nach seiner Reaktivierung aus seinem zeitweiligen Ruhestand, Stellvertretender Kommandierender General des VIII. Armeekorps. Bardeleben war seit 1827 in Koblenz ansässig (StAK DB 8 Nr. 26 s. v. Bardeleben).

[18] Bär (wie Anm. 11), S. 365 f.; URL: https://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/6539 (Zugriff 27.2.2019).

[19] Gustav Johann Georg von Rauch (Braunschweig 1.4.1774 – 2.4.1841 Berlin), seit 1814 Generalinspekteur der Festungen, hielt sich im Frühjahr 1815 am Rhein und somit wohl auch in Koblenz auf, wo er den Riesenklub aus der Taufe hob (vgl. StAK DB 8 Nr. 26, Anhang Ingenieuroffiziere, s. v. Rauch).

[20] Gerd Eilers (Grabstede/Oldenburg 31.1.1788 – 4.5.1863 Saarbrücken), 1833 bis 1840 Schul- und Regierungsrat bei der Koblenzer Regierung. Seine Memoiren erschienen unter dem Titel: Meine Wanderung durchs Leben. Ein Beitrag zur innern Geschichte der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Bd. 1-6, Leipzig 1856-1861 (vgl. URL https://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Eilers, Zugriff 28.2.2019).

[21] Karl Zimmermann: General v. Bardeleben und sein Koblenzer Freundeskreis. In: Koblenzer Heimatblatt 5 (1928), Nr. 6-8, der Absatz über Groos mit dem Zitat Eilers‘ in Nr. 8, S. 4; URL: https://www.dilibri.de/rlb/periodical/pageview/258923 (Zugriff 28.2.2019). – Wiederabdruck des Aufsatzes in: Alt-Koblenz. Eine Sammlung heimatkundlicher Abhandlungen. Hrsg. von Hans Bellinghausen. Koblenz 1932, S. 246-262, hier S. 261.

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Beobachtungen zur Verbürgerlichung des Feuerwerks und den Ursprüngen von „Rhein in Flammen“

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Werbeplakat für „Rhein in Flammen“, ca. 1931/1932 (StAK P Nr. 144).

 

Von unserer Gastautorin Katharina Thielen

 

Vor 210 Jahren lasen die Koblenzer unter der Überschrift „Öffentliche Lustbarkeiten“ folgende Ankündigung im Koblenzer Anzeiger:

 

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„Nächsten Montag wird in dem Hasischen Garten vor der Moselbrück zu jedermanns Beleichtung seyn, wo jeder frey eingehen kann, und nach belieben allmögliche Erfrischungen in den billigsten Preisen zu haben seyn wird.“[1]

Der Anlass der Feierlichkeit wird dem deutschsprachigen Leser verschwiegen und nur der französischen Übersetzung beigefügt. Da jedoch der Großteil der zeitungslesenden Koblenzer Bürgerinnen und Bürger im Jahre 1808 der französischen Sprache mächtig war, erfuhren sie in der nächsten Zeile, dass das Feuerwerk „à l’occasion du fête de St. Napoléon“ d.h. am Napoleonstag veranstaltet werden sollte. – Eine Zusatz-Information, die angesichts der umfangreichen Festkultur in der sogenannten Franzosenzeit (1794-1813) ohnehin allgemein bekannt war.[2] Auch „der Garten des Herrn Kröll“ sollte laut Anzeiger am Geburtstag des Kaisers „recht schön beleuchtet werden.“

Beide Gastgeber hatten von der französischen Herrschaft am Rhein profitiert und gehörten zu einer neuen gesellschaftlichen Elite, die es im Staatsdienst unter Napoleon zu Reichtum und Ansehen gebracht hatte. Dass sie ihre Gärten zu Ehren des Staatsoberhauptes beleuchteten, verwundert demnach kaum. Johann Kröll war als Mitglied einer angesehenen Schifferfamilie aus Neuendorf, Besitzer des Gasthofes Zu den Drei Schweizern und saß von 1801 bis in die preußische Zeit hinein im Koblenzer Munizipal- bzw. Stadtrat. Johann Baptist Haas leitete ein Advokatenbüro, dem unter anderen Franz von Lassaulx angehörte. Auch er war Munizipalrat und sollte einige Jahre später zum Mitglied des Collège électoral du département aufsteigen. Vermutlich war es sein Bruder Peter, der 1807 einen Tanzsaal an der Moselbrücke errichtete und seitdem „den Sommer hindurch“ zu „echten guten rothen und weißen Weinen“ einlud. Er war Kaufmann und ebenfalls Mitglied der Munizipalität.[3]

Öffentliche Spektakel am Himmel kannte man in der ehemaligen kurtrierischen Residenzstadt seit dem 16. Jahrhundert. Als ein für alle Einwohnerinnen und Einwohner sichtbares Mittel der Verherrlichung wurden sie hauptsächlich zu Ehren der Obrigkeit bei höfischen Festveranstaltungen oder anlässlich des Besuchs hochrangiger Gäste eingesetzt. Dabei handelte es sich um wohldurchdachte Darbietungen, die künstlerische und technische Fertigkeiten erforderten und sehr kostspielig waren. Mit figürlichen Lichtreflexen, heroischen Bildformen oder biblischer Symbolik transportierten Feuerwerke diverse Bedeutungsinhalte, sodass sie mit Schauspielinszenierungen verglichen werden können und im historischen Kontext zweifellos eine höchst imposante Art der Unterhaltung abgaben.[4]

In der Franzosenzeit ließ die Begeisterung für Feuerwerke und Lichtspiele nicht nach. Im Gegenteil, der Wegfall der strengen Brandordnung ermöglichte es zahlreichen Einwohnern, solche Unterhaltungskünste vorzuführen und sie nicht nur anlässlich der staatlich vorgegebenen Feiertage abzubrennen. Eine schleichende „Verbürgerlichung der Oberschicht“[5], verbunden mit der Möglichkeit des Grundstückserwerbs im Rahmen der Nationalgüterversteigerungen, führte vielmehr dazu, dass man in Koblenz das ganze Jahr über Raketen in die Luft schoss. So bekam Johann Kröll beispielsweise Konkurrenz durch den wohlhabenden Handelsmann Ludwig van Gelder. Beide leisteten sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts förmlich einen Kampf um die Kunst der Illumination, der in der Zeitung dokumentiert wurde. Zwischen 1806 und 1810 schienen beide ihr Unterhaltungsangebot parallel zu steigern. Während Johann Kröll seinen Garten am Rhein stets „recht schön beleuchtet[e]“[6], dabei „Wein oder sonstige Erfrischungen“[7] reichte und Sonn- und Feiertags „Tanzmusik“[8] spielte, wurde in „Van Gelders Garten bei niedlicher Beleuchtung“[9] meistens zur gleichen Zeit „ein großes Feuerwerk abgebrannt“[10], von Zeit zu Zeit aber auch „schöne Musik gehalten“[11] und 1809 gar „eine schöne Flöten Uhr, welche 8 Tage ohne Aufziehen, Stund und halbe Stund schlagt und repetiert, Secund, Stund, Minuten wie auch Monatslauf und Datum anzeigt, zu 90 Loos mit 6 Würfeln ausgespielet.“[12] Im Winter empfahl sich Van Gelder „seinen Freunden […] auf ein gut Glas Wein in seinem Hause. Sein Billardzimmer [sei] bereits morgens um 8 Uhr geheizt, wo alltäglich deutsche und französische Zeitung zur Unterhaltung beihanden“[13] lagen – diesem Angebot hatte Kröll schließlich nichts mehr entgegenzusetzen.

 

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Anzahl der von Kröll und Van Gelder im Koblenzer Anzeiger geschalteten Annoncen.

 

[1] Koblenzer Anzeiger (KA), Nr. 32 vom 10.8.1808.

[2] Schneider, Ute: Politische Festkultur im 19. Jahrhundert. Die Rheinprovinz von der französischen Zeit bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1806–1918). Essen 1995.

[3] Zur Transformation der Koblenzer Gesellschaft während der Franzosenzeit vgl. Müller, Jürgen: Von der alten Stadt zur neuen Munizipalität. Die Auswirkungen der Französischen Revolution in den linksrheinischen Städten Speyer und Koblenz. Koblenz 1990.

[4] Dülmen, Richard van: Kultur und Alltag in der Frühen Neuzeit. Bd. 2: Dorf und Stadt (16.–18. Jahrhundert). München 1992 und Brommer, Peter/Krümmel, Achim: Höfisches Leben am Mittelrhein unter Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier (1739–1812). Zum 200. Todestag des letzten Trierer Kurfürsten. Koblenz 2012 (Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz Bd. 114).

[5] Müller, Jürgen: Die Französische Herrschaft. In: Geschichte der Stadt Koblenz, Bd. 2 Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Hrsg. v. Energieversorgung Mittelrhein GmbH. Stuttgart 1993, S. 19–48, hier S. 40.

[6] KA, Nr. 33 (1808). Vgl. KA, Nr. 32 und Nr. 37 (1810).

[7] KA, Nr. 34 (1806).

[8] KA, Nr. 40 (1809).

[9] KA, Nr. 33 (1807).

[10] KA, Nr. 23 (1808).

[11] KA, Nr. 8 (1810).

[12] KA, Nr. 26 (1804).

[13] KA, Nr. 44 (1810).

Die Militärbäckereien der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein

Militärbäckereien

 

„Der 1816 beginnende Ausbau von Koblenz und Ehrenbreitstein zur preußischen Festung zog den Aufbau einer militärischen Infrastruktur zur Versorgung der Festung und der Garnison nach sich. Bei der Bereitstellung des wichtigen Grundnahrungsmittels Brot setzte die preußische Militärverwaltung in Koblenz auf Selbstversorgung. 1821 ging die im Festungsbauhof/Proviantamt am Clemensplatz (heute Reichenspergerplatz) untergebrachte Garnisonsbäckerei mit zwei in der französischen Zeit installierten Backöfen in Betrieb. Für den Kriegsfall sollten in den folgenden Jahren weitere Bäckereien in den Festungsteilen eingerichtet werden, sodass im Falle einer Armierung ausreichende Kapazitäten zum Brotbacken zur Verfügung standen. So entstand 1827 in dem soeben fertig gestellten Rheinkasemattenkorps (später Rheinanschlusskaserne) der Prototyp eines gänzlich neuen Ofens, der ausgiebig getestet und für gut befunden wurde. Er sollte als Vorbild für drei weitere Backöfen dienen, von denen 1828 zwei in Fort Großfürst Konstantin und einer im Untergeschoss des Kehlturms der Feste Kaiser Franz zur Ausführung kamen. Der Letztgenannte ist heute der einzige noch erhaltene Festungsbackofen der gesamten Festung Koblenz und Ehrenbreitstein“ (Klappentext).

Matthias Kellermann: Die Militärbäckereien der preußischen Festung Koblenz und Ehrenbreitstein. Zur Geschichte der Koblenzer Militärbäckereien unter besonderer Berücksichtigung der Kriegsbäckerei in der Feste Kaiser Franz. Koblenz: Fölbach, 2018. – 84 S., zahlr. Ill., Kt. ISBN 978-3-95638-414-1. – 12,80 EUR.

Wozu Demokratie?

 

 

Wozu_Demokratie

Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 finden unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Koblenzer Wochen der Demokratie statt.

Vom 28. Mai bis 14. Juni zeigt das Stadtarchiv in der Alten Burg eine Ausstellung zur Revolution von 1848/49 in Koblenz. Am 1. Juni, 18 Uhr, hält Michael Koelges im Mittelrhein-Museum einen Vortrag zum selben Thema.

Die Einwohner Neuendorfs im 19. Jahrhundert

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Ansichtskarte, um 1940 (StAK FA 5 Nr. 12-Neuendorf).

 

Nach sechsmonatiger intensiver Recherchearbeit haben Anke Sürtenich und Willi Gabrich eine Einwohnerliste von Neuendorf im 19. Jahrhundert erstellt. Die Idee kam den Autoren im Zuge der Recherche für die Neuendorfer Chronik, die seit September 2017 in diesem Blog online verfügbar ist und seitdem bereits einige Male ergänzt wurde.

Schnell zeigte sich, dass sowohl die alten Hausnummern als auch die späteren offiziellen Straßennamen einem häufigen Wechsel unterlagen. Offensichtlich wurde Neuendorf von einem bestimmten Punkt ausgehend entlang der Straßen und Gassen durchnummeriert. Diese Nummerierungen wurden wohl nach intensiven Bauphasen immer wieder neu durchgeführt, so dass sich die Hausnummern häufig änderten. Nur bei wenigen markanten Einzelhäusern – z. B. bei Wirtschaften – ist eine eindeutige Zuordnung möglich. In einigen wenigen Fällen konnte bei alteingesessenen Familien, die seit Generationen dasselbe Gebäude bewohnten, oder auch mit Hilfe alter Katasterkarten der früheren Hausnummer eine Straße zugeordnet werden.

Für die Einwohnerliste wurden alle verfügbaren Verzeichnisse des 19. Jahrhunderts ausgewertet. Ausgehend von der Volkszählung 1871, die neben den Haushaltsvorständen auch Kinder, Eltern, Gesellen, Knechte und Mägde umfasst, wurde diese mit den verfügbaren Daten von 1852 und 1892 abgeglichen. Die Auflistung nach Hausnummern wird durch eine Zusammenstellung nach Familiennamen ergänzt.

 

Neuendorfer Adressbuch 1852 nach Berufen

Neuendorfer Adressbuch 1852 nach Hausnummern

Neuendorfer Adressbuch 1852 nach Namensalphabet

Neuendorfer Einwohnerliste nach Hausnummern

Neuendorfer Einwohnerliste nach Namensalphabet

 

 

„Tag der Archive“ am 2. März im Stadtarchiv Koblenz

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„Die Wahl in Koblenz“ im Juli 1849, zeitgenössische Karikatur (StAK MAG 274, nach S. 2). Vgl. auch http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-40650.

Alle zwei Jahre öffnen am ersten Wochenende im März zum „Tag der Archive“ viele Einrichtungen ihre Türen, um Interessantes und Wissenswertes über ihre Arbeit und ihre historischen Schätze zu vermitteln. In Koblenz weisen das Bundesarchiv, das Landeshauptarchiv und das Stadtarchiv zum Thema „Demokratie und Bürgerrechte“ auf die Bedeutung der Archive als Gedächtnis der Gesellschaft und Bewahrer unserer Geschichte hin.

Der Zettelkasten eines Gelehrten, historische Fotos einer Stadt, Briefe bekannter Persönlichkeiten, Urkunden, Akten oder alte Karten und Pläne – das alles sind Zeugnisse in Archiven, die vergangene Zeiten lebendig werden lassen. Archive sind Institutionen, deren Aufgabe darin besteht, Unterlagen von historischem Wert zu erkennen und zu übernehmen, sie dauerhaft aufzubewahren, zu ordnen, inhaltlich zu erfassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise können Bürger politische Entscheidungsprozesse nachvollziehen. Die Grundlage für die Arbeit staatlicher und kommunaler Archive bilden Gesetze und Verordnungen.

Am Freitag, 2. März, widmet sich das Stadtarchiv von 14 bis 17 Uhr der Revolution von 1848/49 und dokumentiert anhand seiner Bestände den „Frühling der Freiheit“ in Koblenz. Um 15 Uhr hält Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs, einen Vortrag über die Ereignisse in der Stadt. Außerdem werden Führungen durch das Archiv angeboten und Fragen rund um Stadtgeschichte und Familienforschung beantwortet.

Stadtarchiv Koblenz, Alte Burg, Burgstraße 1; Freitag, 2. März 2018, 14-17 Uhr.

 

Handzettel

 

 

Wohnungsnot, städtisches Erscheinungsbild und leere Kassen – Déjà-vu im Stadtarchiv !

Dass Wohnungsnot und „hässliche Ecken“ im städtischen Erscheinungsbild keineswegs aktuelle Phänomene sind und wünschenswerte Maßnahmen zur Abhilfe nicht nur im 21. Jahrhundert an den leeren Kassen der Kommunen und des Staates scheitern, belegen zwei Zufallsfunde aus dem Jahr 1863.

Ein Artikelchen aus der Coblenzer Zeitung vom 23. April 1863 [1] macht eindringlich deutlich, dass es auch vor mehr als 150 Jahren „einen immer steigenden Nothstand [sic!] an Wohnungen, namentlich für die mittlere Klasse“ gegeben hat. Ausdrücklich begrüßt werden vom Autor eine im Jahr 1863 offensichtlich gesteigerte Bau- und Umbautätigkeit sowie Planungen, die eine Vielzahl an neuen Bauplätzen in der Rhein-Mosel-Stadt schaffen werden – und damit Entlastung zumindest in Aussicht stellen. Den geplanten Abriss eines ausgesprochenen Schandflecks („partie honteuse“) der Stadt, des Seilerwalls [2], würdigt der Schreiber, neben den privaten Baumaßnahmen, als lobenswertes Bemühen der städtischen Verwaltung, der Stadt „ein freundliches Ansehen zu verschaffen, auf welches jeder Fremde bei ihrer reizenden Lage rechnen zu können vermeint“. Im Hinterkopf hat er in diesem Zusammenhang sicher nicht nur den baulich unschönen Zustand des Geländes rund um den Seilerwall, sondern vor allem die Tatsache, dass es sich um eine äußerst verrufene Gegend handelte. Hier lebten in der Mitte des 19. Jahrhunderts sieben bis acht Prostituierte aus der Stadt in einzelnen Wohnungen und gingen dort – trotz wiederholter polizeilicher Intervention – ihrem Gewerbe nach. Sehr zum Leidwesen der Anwohner, wie eine Beschwerde derselben aus dem Jahr 1844 offenbart [3].

Als ganz und gar unerfreulich wird darüber hinaus ausgerechnet der Zustand einiger staatlichen Liegenschaften beschrieben – explizit des Areals zwischen Karmeliterstraße und Regierungsgebäude [4], welches von der städtischen Verwaltung an den Fiskus zwecks Errichtung eines neuen Gefängnisses abgetreten worden war. Moniert werden zum Beispiel der „wüste Platz [5], der sich in der Carmelitenstraße nach Abbruch (…) des Mähler’schen Hauses [6] dem Fremden darbietet“ sowie das schon seit Jahren unerfüllte Versprechen von staatlicher Seite, eine neue, breite Straße zwischen Karmeliterstraße und Regierungsgebäude anzulegen. Bemerkenswert ist, dass der Autor bei seiner Kritik auch schon vor mehr als 150 Jahren das Ansehen seiner Heimatstadt gerade bei den auswärtigen Besuchern im Blick hat.

Wie der Vorläufer einer modernen Pressemitteilung mutet ein zweiter Artikel aus der Coblenzer Zeitung vom 23. Mai 1863 [7] an, der inhaltlich offensichtlich auf die exakt vier Wochen ältere Meldung Bezug nimmt. Die städtische Verwaltung sah sich offenbar genötigt, den Vorwurf, dass „die Ausführung der neuen Straßenprojecte lässig betrieben und wie viele andere Dinge ins Unbestimmte vertagt würde“, zu entkräften. Man sei im Gegenteil „aufs eifrigste bemüht“ gewesen, „dem Projecte Leben zu verschaffen“. Gemeint sind an dieser Stelle der oben schon erwähnte Ausbau der Verbindung zwischen Karmeliterstraße und Regierungsgebäude sowie die Anlage einer neuen Straße vom Bahnhof bis zur Casinostraße. Allerdings muss man schon wenige Zeilen später die Aufgabe zumindest der ersten der beiden Straßenbaumaßnahmen einräumen – sie scheitert an den leeren Kassen des Staates. Alles andere als komfortabel erscheint aber auch die finanzielle Lage der Stadt Koblenz, die „in ihren beschränkten Mitteln keine 300.000 Thaler (…) für den Abbruch des Seilerwalls und eine neue Straße ausgeben kann“. Somit bleibt die „partie honteuse“ entgegen der im ersten Artikel geäußerten Hoffnung sowohl den Koblenzern als auch ihren Gästen weiterhin auf unbestimmte Zeit erhalten.

Angesichts der momentanen Debatte um die Notwendigkeit der Schaffung bezahlbaren Wohnraums vor allem in den Städten bei gleichzeitig chronisch leeren Kassen muten diese historischen Zeitungsartikel geradezu aktuell an und haben bei den Archivmitarbeitern für ein ‚Déjà-vu-Erlebnis‘ gesorgt. Getreu dem alten Sprichwort bleibt also festzuhalten: „Es kommt alles wieder!“ – nicht nur in der Mode …

 

 

 

 

 

 

  • [1]Coblenzer Zeitung vom 23.4.1863, Zweites Blatt, S. 1.
  • [2]Beim Seilerwall handelt sich um die frühere Bezeichnung der heutigen Fischelstraße, da hier hinter der mittelalterlichen Stadtmauer die Seiler ihr Handwerk betrieben. „Der Seilerwall folgte dem Verlauf der barocken Stadtmauer und ‚verlief von der Löhrstraße, dem Kleinschmittsgäßchen gegenüber, an der inneren Seite der Stadtmauer nach der Weisergasse‘“, Zitat aus: Petra Weiß, Prostitution in Koblenz im 19. Jahrhundert. In: Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur 11/12. Koblenz 2001/2002, S. 45, Anm. 59. Ab 1861 trug die Straße den Namen „Eisenbahnstraße“, da sie teilweise neben der damals angelegten linksrheinischen Bahnlinie verlief. Hier befand sich der frühere Rheinische Bahnhof, in Betrieb bis 1902, zerstört 1944. Zwischenzeitlich verschwand die Fischelstraße während der sechziger und siebziger Jahre anlässlich der Neugliederung des Gebietes zwischen Altengraben, Löhrstraße, Herz-Jesu-Kirche und Eisenbahnlinie. Vgl. StAK DB 17, Straßennamen, S. 49 sowie Udo Liessem, Koblenzer Straßennamen. In: 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Hrsg. von Hans Bellinghausen. Boppard 1971, S. 420.
  • [3]Vgl. Petra Weiß, Prostitution in Koblenz im 19. Jahrhundert. In: Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur 11/12. Koblenz 2001/2002, S. 45, 46.
  • [4]Heutiges Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw.
  • [5]Im Sprachgebrauch des 19. Jahrhunderts ist mit ‚wüster Platz‘ ein leerer, unbebauter Platz gemeint.
  • [6]Ehemaliges Wohnhaus des früheren Koblenzer Bürgermeisters Johann Abundius Anton Joseph Mähler (1777–1853) in der Karmeliterstraße. Mähler hatte der Stadt von 1818 bis 1847 als Bürgermeister vorgestanden. Vgl. Geschichte der Stadt Koblenz. Band 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Stuttgart 1992, S. 620.
  • [7]Coblenzer Zeitung vom 23.5.1863, S. 3.