Es ist wieder soweit – Tag der Archive in Koblenz vom 6. bis 8. März 2020

 

Handzettel

Seit jeher ist Kommunikation ein zentraler Bestandteil des alltäglichen menschlichen Zusammenlebens und –wirkens. Aber wie verständigten sich die Menschen im Mittelalter? Wie kommunizieren wir heute? Vom 6. bis zum 8. März öffnen das Stadtarchiv Koblenz, das Bundesarchiv und das Landeshauptarchiv ihre Türen und laden Sie ein, die spannende Geschichte der Kommunikation und ihrer vielfältigen Formen zu entdecken.

Für den Tag der offenen Tür, der in diesem Jahr zum zehnten Mal durchgeführt wird, bieten die Archive ein eng aufeinander abgestimmtes Programm. Besucherinnen und Besuchern wird die Möglichkeit eröffnet, in einer lockeren und entspannten Atmosphäre die Arbeit der Archive kennenzulernen. Es ist dabei eine Besonderheit der Stadt Koblenz, dass sich hier die bundesweit einmalige Gelegenheit bietet, mit Stadtarchiv, Landeshauptarchiv und Bundesarchiv drei sehr unterschiedliche Institutionen und ihre Arbeit zu erkunden.

Zum diesjährigen „Tag der Archive“ steht die gemeinsame Ausstellung „Kommunikation – von der Urkunde bis zum Tweet“ im Mittelpunkt des umfassenden Programms. Mit einem Einblick in die Entwicklung der Kommunikationswege und –technologien liefert das Stadtarchiv den historischen Rahmen für die thematischen Schwerpunkte in den Partnerarchiven. Das Landeshauptarchiv zeigt die unterschiedlichen Formen der staatlichen Propaganda vom Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 bis in die Nachkriegszeit ab 1945. Das Bundesarchiv stellt unter Beweis, dass manipulativ verbreitete Nachrichten keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind und enttarnt Mythen und Legenden aus der Region Koblenz und der Bundesrepublik. Zur Eröffnung der gemeinsamen Ausstellung am Dienstag, dem 3. März 2020, um 18:00 Uhr im Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz laden das Bundesarchiv, das Landeshauptarchiv und das Stadtarchiv herzlich ein. Im Anschluss besteht Gelegenheit, die Ausstellung zu besichtigen und bei einem kleinen Empfang miteinander ins Gespräch zu kommen.
U. A. w. g. bis 1. März 2020, telefonisch unter 0261 505 700 (Mo-Fr von 9-12 Uhr) oder per E-Mail unter veranstaltungen-koblenz@bundesarchiv.de.

Das abwechslungsreiche Programm der drei Koblenzer Archive mit Führungen, vielfältigen Informations- und Serviceangeboten, Kaffee und Gebäck (solange der Vorrat reicht) und Vielem mehr bietet Ihnen die Gelegenheit, Geschichte hautnah zu erleben.

Wir freuen uns besonders, aus diesem Anlass zwei weitere gemeinsam erarbeitete Produkte zur kostenfreien Mitnahme präsentieren zu können: Die Broschüre „Archivisch für Anfänger“ erläutert reich bebildert 25 Fachbegriffe aus dem Archivwesen. Unter dem Motto „Archive können bunt“ bieten die drei Archive eine malerische Entdeckungsreise für Jung und Alt. Ausgewählte Archivalien werden in diesem Malbuch nicht nur vorgestellt, sondern regen auch dazu an, Buntstifte zum Einsatz zu bringen.

ArchivglossarMalbuch

Folgen Sie uns auf den Pfaden der Kommunikation und entdecken Sie die Vielfalt der archivischen Überlieferung. Unsere Türen sind weit für Sie geöffnet!

Die themenspezifischen Ausstellungsteile können in den jeweiligen Archiven bis zum 30. April 2020 besichtigt werden:

Stadtarchiv, Burgstraße 1, 56068 Koblenz Mo 14-17 Uhr | Do 10-13 Uhr sowie nach Vereinbarung.
Landeshauptarchiv, Karmeliterstraße 1-3, 56068 Koblenz Mo – Do 9-17 Uhr | Fr 9-15:45 Uhr.
Bundesarchiv, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz Mo-Fr von 9-18 Uhr | Sa von 9-13 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

 

Koblenz in der Kolonialzeit

Koblenz-Kolleg

Stefan Bosch (Koblenz-Kolleg) und Kathrin Schmude (Stadtarchiv).

Kathrin Schmude, Archivpädagogin des Koblenzer Stadtarchivs, besuchte am 17. September 2019 den Geschichtsleistungskurs des Abendgymnasiums (K1) des Koblenz-Kollegs. Sie brachte historische Fundstücke aus der Kolonialzeit mit. Nach der Vorstellung von Aufgaben und Funktion des Stadtarchivs übten sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten darin, Zeitungsartikel in Frakturschrift zu entziffern. Anhand von Fotografien und Adressbüchern erforschten sie die Bedeutung des Kolonialhandels für Koblenz. Mit großem Eifer und Spaß stellten die Kursteilnehmer Bezüge zu bisherigen Unterrichtsinhalten her und förderten interessante Erkenntnisse zutage.

Hier gibt es mehr zum Koblenz-Kolleg:

https://www.koblenz-kolleg.de/

https://de-de.facebook.com/Tageskolleg.Abendgymnasium.OnlineSchulzweig/

#Schmude, Kathrin #Bosch, Stefan

Archivführerschein

 

Führerschein Vorderseite

 

Archive haben als außerschulische Lernorte großes Lern- und Erkenntnispotential. Das Motto des Deutschen Archivtages 2018 in Rostock „Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive“ verweist auf die zentrale Bedeutung von staatlichen und kommunalen Archiven als Institutionen zur transparenten Bewahrung und Vermittlung historischer Informationen anhand der dortigen Originalquellen. Deren Nutzung ist ein zentrales Recht aller Bürgerinnen und Bürger und sollte den Schülerinnen und Schülern gerade im Sinne der Demokratieerziehung unbedingt nahegebracht werden.[1]

In diesem Sinne haben Ihre Lerngruppen der Unter- und Mittelstufe die Möglichkeit, bei uns im Stadtarchiv Koblenz den Archivführerschein und damit die Berechtigung zur „Fortbewegung“ im Archiv als dem „Gedächtnis ihrer Heimatstadt“ zu erwerben. Dazu besuchen Ihre Schülerinnen und Schüler über einen vorher gemeinsam festgelegten Zeitraum regelmäßig oder zu bestimmten Einzelterminen mehrmals das Stadtarchiv. Dort sollen sie das Archiv an sich und die hier befindlichen Archivalien in methodisch-didaktischer und materieller Vielfalt kennenlernen. Dabei kann Ihre Lerngruppe etwas über dessen Geschichte, den Entstehungsweg von städtischem Archivgut sowie die eigentliche Arbeit mit den Quellen in ihrer ganzen Vielfalt auf der einen, aber auch ihren Herausforderungen und „Tücken“ auf der anderen Seite erfahren. Dazu gehören unter anderem die Arbeit mit unserem neuen Archivkoffer, ein „Damals-und-heute-Memory“, ein kleiner Schreib- und Lesekurs in Sütterlin und Fraktur, aufgabengeleitete Erkundungs- und Recherchetouren bei uns in der Alten Burg und Ähnliches mehr.

Am Ende erhalten alle Schülerinnen und Schüler als „amtliches“ Dokument einen originalgetreuen, eigenen, personalisierten „Archivführerschein“ (siehe Abbildung).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644).

 

[1] Vgl. dazu Schaller, Annekatrin: Anspruch und Wirklichkeit. Archivpädagogik in Deutschland heute, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 102-104, hier S. 102-103 sowie Aspelmeier, Jens: „Geschichte selber erkunden“ – Geschichtsdidaktische Überlegungen zu Chancen und Grenzen historischen Lernens im und mit dem Archiv, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 105-107, hier S. 105.

 

Führerschein innen

Archivpädagogische Angebote zur Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

 

Seit 2015 präsentiert das Stadtarchiv auf Fort Konstantin die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“, die jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet ist. Sie thematisiert nicht nur den Luftkrieg und die Befreiung von Koblenz durch die US-Amerikaner, sondern auch den lokalen Aufstieg der NSDAP und die Alltagsgeschichte der Bevölkerung. Zu sehen sind neben Ausstellungstafeln zahlreiche Fotos und Exponate, es gibt eine Hörstation sowie einen Film über das zerstörte Koblenz. Für Schulklassen können gesonderte Besichtigungstermine vereinbart werden (Frau Rech, Tel. 0261/1334788). Der Besuch ist kostenlos. Es besteht eine gute ÖPNV-Anbindung über die evm-Linien 2/12 und KVG-Linien 620/621, ein barrierefreier Zugang ist vorhanden.

Verschiedene ausstellungsbegleitende sowie vor- und nachbereitende Unterrichtsangebote (Anforderungsbereiche I-III) für Ihre Lerngruppen der Mittel- und Oberstufe finden Sie unten. Bitte beachten Sie, dass der Ausdruck bei einigen Dokumenten im DIN-A3-Format erfolgen muss.

Für Rückfragen, Kritik und Anregungen stehen Ihnen gerne Frau Dr. Petra Weiß (Tel. 0261/129-2642) und Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644) zur Verfügung.

 

Kreuzworträtsel
Lösung Kreuzworträtsel
Eigene Fragen an die Ausstellung
Eigene Fragen und Antworten für ein Rätsel
Schreibgespräch
Quellenarbeit Erinnerungskultur
Allgemeine Reflektionsaufgabe

 

 

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Vortrag und Ausstellung: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz

 

Bürgerwehr-Marsch

„Anfang des alten 1848er Bürgerwehr-Marsches“ (StAK KH 127 Nr. 36).

Die Revolution von 1848/49, die freiheitlichen und demokratischen Ideen für kurze Zeit zum Durchbruch verhalf, hat auch in Koblenz die Gemüter heftig bewegt. Eine paradierende Bürgerwehr, die Formulierung politischer Programme, die Bildung parteiartiger Vereinigungen sowie eine lebhafte Publizistik zeugen davon, dass sich die Ideen von Freiheit, Einheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Macht Bahn brachen. Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs Koblenz, hält am Freitag, 1. Juni 2018, um 18 Uhr im Mittelrhein-Museum einen bebilderten Vortrag zu den Ereignissen in der Stadt. Der Eintritt ist frei. Darüber hinaus ist im Stadtarchiv in der Alten Burg, Burgstraße 1, bis zum 14. Juni während der Öffnungszeiten (Mo 14-17 Uhr, Do 10-13 Uhr) eine Kabinettausstellung kostenfrei zu besichtigen, die diese bewegten Jahre der Stadtgeschichte anhand schriftlicher und bildlicher Quellen veranschaulicht.

Vortrag und Ausstellung sind der Beitrag des Stadtarchivs zu den Koblenzer Wochen der Demokratie. Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 bieten rund 30 Akteure 50 Veranstaltungen der verschiedensten Art zum Thema Demokratie an. Anlass ist die Rittersturz-Konferenz, die vom 8. bis 10. Juli 1948 im Koblenzer Hotel Rittersturz stattfand und die sich zum 70. Mal jährt.

1998 zeigten Bundesarchiv, Landeshauptarchiv und Stadtarchiv eine gemeinsame Ausstellung zur Revolution von 1848/49. Den auf die Stadt Koblenz bezogenen Teil des damaligen Ausstellungskatalogs finden Sie hier.

 

Wozu_Demokratie

 

 

Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin

 

Flyer_Fort_Konstantin_1

 

Ab Donnerstag, 17. Mai 2018, ist die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“ auf Fort Konstantin wieder geöffnet.

Bei der Konzeption wurde besonderer Wert auf die Einbettung der Thematik in den historischen Kontext gelegt: Um eine Verwechselung von Ursachen und Wirkung auszuschließen, wird zunächst Koblenz im Dritten Reich näher beleuchtet. Dabei liegt wiederum ein Schwerpunkt auf dem Thema Verfolgung. Erst dann wird die eigentliche Thematik aufgegriffen und behandelt. Die Ausstellung profitiert dabei von der Authentizität des Ortes: 1944 wurden die Kasematten zu einem Bunker ausgebaut und im März 1945 beherbergte das Fort das letzte Widerstandsnest der Wehrmacht.

 

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Wozu Demokratie?

 

 

Wozu_Demokratie

Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 finden unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Koblenzer Wochen der Demokratie statt.

Vom 28. Mai bis 14. Juni zeigt das Stadtarchiv in der Alten Burg eine Ausstellung zur Revolution von 1848/49 in Koblenz. Am 1. Juni, 18 Uhr, hält Michael Koelges im Mittelrhein-Museum einen Vortrag zum selben Thema.

„Tag der Archive“ am 2. März im Stadtarchiv Koblenz

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„Die Wahl in Koblenz“ im Juli 1849, zeitgenössische Karikatur (StAK MAG 274, nach S. 2). Vgl. auch http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-40650.

Alle zwei Jahre öffnen am ersten Wochenende im März zum „Tag der Archive“ viele Einrichtungen ihre Türen, um Interessantes und Wissenswertes über ihre Arbeit und ihre historischen Schätze zu vermitteln. In Koblenz weisen das Bundesarchiv, das Landeshauptarchiv und das Stadtarchiv zum Thema „Demokratie und Bürgerrechte“ auf die Bedeutung der Archive als Gedächtnis der Gesellschaft und Bewahrer unserer Geschichte hin.

Der Zettelkasten eines Gelehrten, historische Fotos einer Stadt, Briefe bekannter Persönlichkeiten, Urkunden, Akten oder alte Karten und Pläne – das alles sind Zeugnisse in Archiven, die vergangene Zeiten lebendig werden lassen. Archive sind Institutionen, deren Aufgabe darin besteht, Unterlagen von historischem Wert zu erkennen und zu übernehmen, sie dauerhaft aufzubewahren, zu ordnen, inhaltlich zu erfassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise können Bürger politische Entscheidungsprozesse nachvollziehen. Die Grundlage für die Arbeit staatlicher und kommunaler Archive bilden Gesetze und Verordnungen.

Am Freitag, 2. März, widmet sich das Stadtarchiv von 14 bis 17 Uhr der Revolution von 1848/49 und dokumentiert anhand seiner Bestände den „Frühling der Freiheit“ in Koblenz. Um 15 Uhr hält Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs, einen Vortrag über die Ereignisse in der Stadt. Außerdem werden Führungen durch das Archiv angeboten und Fragen rund um Stadtgeschichte und Familienforschung beantwortet.

Stadtarchiv Koblenz, Alte Burg, Burgstraße 1; Freitag, 2. März 2018, 14-17 Uhr.

 

Handzettel