Koblenzer Archive stellen archivpädagogische Angebote vor

 

Am 14. August stellten Bundesarchiv, Landeshauptarchiv und Stadtarchiv ihre Angebote auf dem Gebiet der Archivpägadogik vor.

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Archivführerschein

 

Führerschein Vorderseite

 

Archive haben als außerschulische Lernorte großes Lern- und Erkenntnispotential. Das Motto des Deutschen Archivtages 2018 in Rostock „Verlässlich, richtig, echt – Demokratie braucht Archive“ verweist auf die zentrale Bedeutung von staatlichen und kommunalen Archiven als Institutionen zur transparenten Bewahrung und Vermittlung historischer Informationen anhand der dortigen Originalquellen. Deren Nutzung ist ein zentrales Recht aller Bürgerinnen und Bürger und sollte den Schülerinnen und Schülern gerade im Sinne der Demokratieerziehung unbedingt nahegebracht werden.[1]

In diesem Sinne haben Ihre Lerngruppen der Unter- und Mittelstufe die Möglichkeit, bei uns im Stadtarchiv Koblenz den Archivführerschein und damit die Berechtigung zur „Fortbewegung“ im Archiv als dem „Gedächtnis ihrer Heimatstadt“ zu erwerben. Dazu besuchen Ihre Schülerinnen und Schüler über einen vorher gemeinsam festgelegten Zeitraum regelmäßig oder zu bestimmten Einzelterminen mehrmals das Stadtarchiv. Dort sollen sie das Archiv an sich und die hier befindlichen Archivalien in methodisch-didaktischer und materieller Vielfalt kennenlernen. Dabei kann Ihre Lerngruppe etwas über dessen Geschichte, den Entstehungsweg von städtischem Archivgut sowie die eigentliche Arbeit mit den Quellen in ihrer ganzen Vielfalt auf der einen, aber auch ihren Herausforderungen und „Tücken“ auf der anderen Seite erfahren. Dazu gehören unter anderem die Arbeit mit unserem neuen Archivkoffer, ein „Damals-und-heute-Memory“, ein kleiner Schreib- und Lesekurs in Sütterlin und Fraktur, aufgabengeleitete Erkundungs- und Recherchetouren bei uns in der Alten Burg und Ähnliches mehr.

Am Ende erhalten alle Schülerinnen und Schüler als „amtliches“ Dokument einen originalgetreuen, eigenen, personalisierten „Archivführerschein“ (siehe Abbildung).

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644).

 

[1] Vgl. dazu Schaller, Annekatrin: Anspruch und Wirklichkeit. Archivpädagogik in Deutschland heute, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 102-104, hier S. 102-103 sowie Aspelmeier, Jens: „Geschichte selber erkunden“ – Geschichtsdidaktische Überlegungen zu Chancen und Grenzen historischen Lernens im und mit dem Archiv, in: Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, Jg. 72, Heft 02: Mai 2019, hrsg. von Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V., S. 105-107, hier S. 105.

 

Führerschein innen

Archivpädagogische Angebote zur Ausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“

 

Seit 2015 präsentiert das Stadtarchiv auf Fort Konstantin die Dauerausstellung „Koblenz im Zweiten Weltkrieg“, die jedes Jahr von Mitte Mai bis Mitte Oktober geöffnet ist. Sie thematisiert nicht nur den Luftkrieg und die Befreiung von Koblenz durch die US-Amerikaner, sondern auch den lokalen Aufstieg der NSDAP und die Alltagsgeschichte der Bevölkerung. Zu sehen sind neben Ausstellungstafeln zahlreiche Fotos und Exponate, es gibt eine Hörstation sowie einen Film über das zerstörte Koblenz. Für Schulklassen können gesonderte Besichtigungstermine vereinbart werden (Frau Rech, Tel. 0261/1334788). Der Besuch ist kostenlos. Es besteht eine gute ÖPNV-Anbindung über die evm-Linien 2/12 und KVG-Linien 620/621, ein barrierefreier Zugang ist vorhanden.

Verschiedene ausstellungsbegleitende sowie vor- und nachbereitende Unterrichtsangebote (Anforderungsbereiche I-III) für Ihre Lerngruppen der Mittel- und Oberstufe finden Sie unten. Bitte beachten Sie, dass der Ausdruck bei einigen Dokumenten im DIN-A3-Format erfolgen muss.

Für Rückfragen, Kritik und Anregungen stehen Ihnen gerne Frau Dr. Petra Weiß (Tel. 0261/129-2642) und Frau Kathrin Schmude (Tel. 0261/129-2644) zur Verfügung.

 

Kreuzworträtsel
Lösung Kreuzworträtsel
Eigene Fragen an die Ausstellung
Eigene Fragen und Antworten für ein Rätsel
Schreibgespräch
Quellenarbeit Erinnerungskultur
Allgemeine Reflektionsaufgabe

 

 

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Vortrag und Ausstellung: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz

 

Bürgerwehr-Marsch

„Anfang des alten 1848er Bürgerwehr-Marsches“ (StAK KH 127 Nr. 36).

Die Revolution von 1848/49, die freiheitlichen und demokratischen Ideen für kurze Zeit zum Durchbruch verhalf, hat auch in Koblenz die Gemüter heftig bewegt. Eine paradierende Bürgerwehr, die Formulierung politischer Programme, die Bildung parteiartiger Vereinigungen sowie eine lebhafte Publizistik zeugen davon, dass sich die Ideen von Freiheit, Einheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit Macht Bahn brachen. Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs Koblenz, hält am Freitag, 1. Juni 2018, um 18 Uhr im Mittelrhein-Museum einen bebilderten Vortrag zu den Ereignissen in der Stadt. Der Eintritt ist frei. Darüber hinaus ist im Stadtarchiv in der Alten Burg, Burgstraße 1, bis zum 14. Juni während der Öffnungszeiten (Mo 14-17 Uhr, Do 10-13 Uhr) eine Kabinettausstellung kostenfrei zu besichtigen, die diese bewegten Jahre der Stadtgeschichte anhand schriftlicher und bildlicher Quellen veranschaulicht.

Vortrag und Ausstellung sind der Beitrag des Stadtarchivs zu den Koblenzer Wochen der Demokratie. Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 bieten rund 30 Akteure 50 Veranstaltungen der verschiedensten Art zum Thema Demokratie an. Anlass ist die Rittersturz-Konferenz, die vom 8. bis 10. Juli 1948 im Koblenzer Hotel Rittersturz stattfand und die sich zum 70. Mal jährt.

1998 zeigten Bundesarchiv, Landeshauptarchiv und Stadtarchiv eine gemeinsame Ausstellung zur Revolution von 1848/49. Den auf die Stadt Koblenz bezogenen Teil des damaligen Ausstellungskatalogs finden Sie hier.

 

Wozu_Demokratie

 

 

Wozu Demokratie?

 

 

Wozu_Demokratie

Vom 25. Mai bis zum 15. Juni 2018 finden unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Koblenzer Wochen der Demokratie statt.

Vom 28. Mai bis 14. Juni zeigt das Stadtarchiv in der Alten Burg eine Ausstellung zur Revolution von 1848/49 in Koblenz. Am 1. Juni, 18 Uhr, hält Michael Koelges im Mittelrhein-Museum einen Vortrag zum selben Thema.

„Tag der Archive“ am 2. März im Stadtarchiv Koblenz

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„Die Wahl in Koblenz“ im Juli 1849, zeitgenössische Karikatur (StAK MAG 274, nach S. 2). Vgl. auch http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0128-1-40650.

Alle zwei Jahre öffnen am ersten Wochenende im März zum „Tag der Archive“ viele Einrichtungen ihre Türen, um Interessantes und Wissenswertes über ihre Arbeit und ihre historischen Schätze zu vermitteln. In Koblenz weisen das Bundesarchiv, das Landeshauptarchiv und das Stadtarchiv zum Thema „Demokratie und Bürgerrechte“ auf die Bedeutung der Archive als Gedächtnis der Gesellschaft und Bewahrer unserer Geschichte hin.

Der Zettelkasten eines Gelehrten, historische Fotos einer Stadt, Briefe bekannter Persönlichkeiten, Urkunden, Akten oder alte Karten und Pläne – das alles sind Zeugnisse in Archiven, die vergangene Zeiten lebendig werden lassen. Archive sind Institutionen, deren Aufgabe darin besteht, Unterlagen von historischem Wert zu erkennen und zu übernehmen, sie dauerhaft aufzubewahren, zu ordnen, inhaltlich zu erfassen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise können Bürger politische Entscheidungsprozesse nachvollziehen. Die Grundlage für die Arbeit staatlicher und kommunaler Archive bilden Gesetze und Verordnungen.

Am Freitag, 2. März, widmet sich das Stadtarchiv von 14 bis 17 Uhr der Revolution von 1848/49 und dokumentiert anhand seiner Bestände den „Frühling der Freiheit“ in Koblenz. Um 15 Uhr hält Michael Koelges, Leiter des Stadtarchivs, einen Vortrag über die Ereignisse in der Stadt. Außerdem werden Führungen durch das Archiv angeboten und Fragen rund um Stadtgeschichte und Familienforschung beantwortet.

Stadtarchiv Koblenz, Alte Burg, Burgstraße 1; Freitag, 2. März 2018, 14-17 Uhr.

 

Handzettel

 

 

Koblenzer Kulturnutzerstudie

Kulturelle Teilhabe in Koblenz und der Region

Jetzt mitmachen!

In einer großen Fragebogenaktion sollen die kulturellen Interessen und Bedürfnisse der Bürger/innen und Bewohner/innen von Stadt und Region Koblenz erfragt werden.

Egal ob Rock-Festival, Zeichenworkshop, Reisen oder Theaterbesuche, jegliche Form von kultureller Aktivität und Interessen steht im Mittelpunkt.

Zum Fragebogen der Kulturnutzerstudie (nähere Infos hier), die das Institut für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau zusammen mit dem Kulturdezernat der Stadt Koblenz durchführt, geht es hier.