Abiturienten- und Schülerliste des Kaiserin-Augusta-Gymnasiums

Ansichtskarte_Gymnasium_um_1897

Kaiserin-Augusta-Gymnasium Koblenz, Ansichtskarte, gelaufen 1897. – Zum Kartenschreiber Ludwig Bringmann vgl. Abiturientenliste, ID-Nr. 1054.

 

Die nachfolgende Excel-Tabelle enthält die Schüler und Abiturienten des Koblenzer Gymnasiums aus den Schuljahren 1819/20 bis 1914/15 sowie 1924/25. Quellengrundlage sind die entsprechenden Gymnasialprogramme, die im Bestand KH 95 des Stadtarchivs überliefert sind. Der Schülerliste wurden 203 Schüler vorangestellt, die 1792 das Kurfürstliche Gymnasium in Koblenz besuchten (aus StAK KH 25 Nr. 8, S. 8-14).

Jede einzelne Person trägt eine Identifikationsnummer (ID-Nr.). Neben Familien- und Vornamen erscheinen das Geburtsdatum bzw. die Altersangabe, der Geburtsort, das Schuljahr, in der das Abitur abgelegt wurde, die Quellenangabe und eventuelle Bemerkungen. In der Schülerliste (wie wurde von 1821/22 bis 1826/27 sowie in den Schuljahren 1855/56 und 1856/57 veröffentlicht) wird für das jeweilige Schuljahr die Klassenstufe genannt, in der der Schüler das Gymnasium besuchte, sowie unter Umständen ein Vermerk über den Zu- oder Abgang während des Schuljahrs. Anhand der Schülerliste kann die „Laufbahn“ eines Schülers vom Beginn des Gymnasialbesuchs bis zur Oberprima über die Jahre verfolgt werden. Weitere biographische Angaben, die nur in gewissen Schuljahren gemacht werden und in ihrem Aussagegehalt variieren – so etwa Informationen über Stand und Wohnort des Vaters oder den Berufswunsch der Abiturienten –, müssen den Gymnasialprogrammen selbst entnommen werden.

„Berühmte“ Koblenzer Abiturienten waren beispielsweise 1856 (ID-Nr. 393) Eugen Richter (1838-1906), Politiker und Reichstagsabgeordneter (Fortschrittliche Volkspartei), 1895 (ID-Nr. 1032) Paul Silverberg (1876-1959), Industrieller im Braunkohletagebau, seit 1927 stellvertretender Vorsitzender des Reichsverbandes der deutschen Industrie, 1934 in die Schweiz emigriert, oder 1906 (ID-Nr. 1423) Otto Schniewind (1887-1964), 1934 Chef des Stabes des Flottenkommandos der Kriegsmarine, 1941 Flottenchef, 1944 Generaladmiral.

Für Fragen und Anregungen steht das Stadtarchiv unter stadtarchiv@stadt.koblenz.de gern zur Verfügung.

Abiturienten- und Schülerliste des Kaiserin-Augusta-Gymnasiums (XLS-Datei, 537 KB)

#Richter, Eugen #Silverberg, Paul #Schniewind, Otto

„Die Stadt ist ein einziges Trümmerfeld.“ Dokumente der Nachkriegszeit in Wort und Bild

Theater StAK_P_185

Programm des Stadttheaters Koblenz, Dezember 1945 (StAK P Nr. 185).

Vortrag von Dr. Petra Weiß und Michael Koelges (Stadtarchiv Koblenz) im Rahmenprogramm zu der Ausstellung „Mut zur Freiheit. Informel aus der Sammlung Anna und Dieter Grässlin.“ Donnerstag, 6. Juli 2017, 19 Uhr, Mittelrhein-Museum Koblenz, Zentralplatz 1. Kosten: 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Schüler und Studierende haben freien Eintritt

Das Stadtarchiv besitzt einen reichen Schatz an Zeugnissen aus der unmittelbaren Nachkriegszeit in Koblenz. Im Vortrag werden Film-, Bild- und Schriftdokumente in Zusammenhang gebracht. Dabei kommen persönliche Erinnerungen ebenso zur Sprache wie offizielle Verlautbarungen, Plakate und Zeitungen. So eröffnet sich ein vielfältiges Panorama, in dem neben den Alltagssorgen auch die Energie des Aufbruchs in Kultur und Gesellschaft deutlich wird.

 

 

Namen von Klang. Koblenzer Firmen erzählen ihre Geschichte

In der Wochenendausgabe Nr. 284 des 9./10. Dezember 1933 veröffentlichte der Koblenzer Generalanzeiger auf knapp vier Seiten die Geschichte von namhaften lokalen Firmen. Wahrscheinlich hatten die Firmen diese Veröffentlichung selbst finanziert, denn anderthalb Seiten zeigen im Grunde nichts Anderes als aktuelle Geschäftsanzeigen, ergänzt um das jeweilige Gründungsdatum der Firma. Das älteste Geschäft, dessen „Aufstieg und Entwicklung“ dann umrissen wird, war die seit 1849 bestehende Kürschnerei und Pelzwarenhandlung Ferdinand Schnabel. 1909 war die jüngste der porträtierten Firmen gegründet worden, die Bauunternehmung H. Neffgen.

Es fehlt die vermutlich älteste Koblenzer Firma, die heute noch existiert: Gemäß Schaufensteraufschrift wurde der Hutladen Schnell im Entenpfuhl 14 im Jahr 1806 gegründet. Im Einwohnerverzeichnis von 1818 taucht tatsächlich der Hutfabrikant Johann Schnell auf, der damals in der Firmungstraße Nr. 489 (heute Nr. 29) residierte und aus Krefeld stammte (StAK 623 Nr. 2170, S. 454). Das Einzelhandelsgeschäft wechselte seitdem mehrfach den Inhaber, heute betreibt es die Leonard Heyden GmbH.

 

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Die Kulturwoche „Lebendige Kunst“ 1947

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Aus: StAK 623 Nr. 7191, S. 78.

Zwei Jahre nach Kriegsende, vom 31. Mai bis 15. Juni 1947, waren in der Alten Burg, heute Sitz des Stadtarchivs, 101 Werke bedeutender deutscher Künstler zu sehen. Zum ersten Mal nach der Gleichschaltung und Abschottung der Kunstszene während der NS-Zeit bekamen die Koblenzer herausragende moderne Kunst aus den Bereichen Malerei, Grafik und Plastik zu Gesicht.

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Ausstellung „Lebendige Kunst“ in der Alten Burg, Katalog-Broschüre (aus StAK 623 Nr. 7191, S. 51-64).