Koblenz postkolonial

Kolonialwarengeschäft Rüter in Metternich, Trierer Straße 333, um 1925 (StAK FA 4,21 Nr. 4 Bild 204).

Die Stadt Koblenz besitzt einen Namensvetter in Namibia: Coblenz. Der heute circa 2500 Einwohner*innen zählende Ort liegt in der Kalahari, etwa 60 Kilometer von Grootfontein entfernt. Ein genaueres Gründungsdatum von Coblenz in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika ist nicht bekannt, erwähnt wird es 1902 zum ersten Mal. Die Namenswahl des Ortes geht auf das hiesige Koblenz zurück: dort, wo das namibische Coblenz liegt, vereinen sich die Trockenflüsse Omatako und Omambonde. Dies erinnerte die deutschen Kolonialsoldaten an das Deutsche Eck, an dem die Mosel in den Rhein fließt. Deswegen benannten sie den Ort nach Koblenz, damals noch in der alten Schreibweise mit C beginnend.

Coblenz verfügt über eine Klink, eine Polizeistation, Metzgerei, Gesamtschule, Kindergarten und mehrere Läden, darunter auch lokale Bäckereien. Die Kirche des Ortes wurde 1994, nach der Unabhängigkeit Namibias, mit Spenden aus Sieg am Rhein [?] erbaut. Am 11.07.2017 berichtete die Rhein-Zeitung über das Interesse der Gesamtschule an Informationsmaterial über das deutsche Koblenz und einem generellen Austausch.

Zitat aus: www.koblenz.postkolonial.net (Zugriff 7.10.2020).

Delikatessen und Kolonialwaren Josef Temme, Koblenz, Schenkendorfplatz 33, 1914 (StAK FA 4,21 Nr. 10 Bild 134).

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