Eine vergessene Gedenktafel aus der Feste Kaiser Franz

 

Matthias Kellermann präsentiert das „Fundstück der Woche“ Nr. 3/2017 auf den Seiten des Fördervereins Feste Kaiser Franz e. V.

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Todesanzeige für den Premier-Leutnant Heinrich Lommatzsch aus der Coblenzer Zeitung vom 23.4.1864 (StAK MF 1 Nr. 19).

Die älteren „Fundstücke der Woche“ sind hier versammelt.

#Lommatzsch, Heinrich

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Warum steht vor dem Koblenzer Theater ein Obelisk?

Wolfgang Schmid: Warum steht vor dem Koblenzer Theater ein Obelisk? Zur Geschichte und Symbolik eines barocken Herrschaftszeichens in rheinischen Residenzstädten

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Clemensplatz mit Brunnenobelisk. Blick in die Clemensstraße, links Hotel Trierer Hof und Theater. Aquatinta/Radierung von Johann Adolf Lasinsky (Zeichner) und Rudolf Bodmer (Stecher); Koblenz: Friedrich Röhling, um 1830 (StAK S 31 Nr. 1/4).

„Vor dem Koblenzer Theater steht ein Obelisk. Er macht einen etwas vernachlässigten Eindruck, er behindert den Blick auf die klassizistische Fassade des bekannten Theaters, und er blockiert wertvolle Parkplätze in der Innenstadt. Dass er heute ohne so recht erkennbare städtebauliche Funktion und ohne eindeutig verständliche Botschaft auf dem Deinhardsplatz steht, war sicherlich nicht im Sinne des Auftraggebers“…  Fortsetzung im Portal Rheinische Geschichte.

Die Amerikaner am Rhein. Neue Quellen zur Besatzungspolitik der Vereinigten Staaten nach dem Ersten Weltkrieg

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„Ehrenbreitstein – das Gibraltar des Rheins“. Grußkarte der amerikanischen Besatzungstruppen (StAK FA 1-015).

 

Über die „Amerikaner am Rhein“ sprach Dr. Kai-Michael Sprenger, Referent für Landesgeschichte im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, in einem Vortrag vor dem Geschichtsverein für Mittelrhein und Vorderhunsrück am 14. Januar 2017 in Boppard. In der Regel verbinden sich Erinnerungen an die amerikanische Besatzungszeit mit den Jahren nach 1945. Doch in Koblenz und Umgebung, in der Eifel und im Westerwald waren die Amerikaner als Besatzungsmacht bereits nach dem Ersten Weltkrieg, ein Umstand, der durch die umstürzenden Ereignisse des 20. Jahrhunderts und den Zweiten Weltkrieg nahezu vollends aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist. Es war das Verdienst des Referenten, diese Jahre nach dem Ersten Weltkrieg in seinem durch viele Quellen belegten Vortrag dem Vergessen entrissen zu haben. Zahlreiche Nachfragen gaben zu erkennen, dass ein gewichtiges zeitgeschichtliches Thema der Geschichte unseres Landes geradezu darauf wartet, durch weitere Forschungsarbeiten erschlossen zu werden.

Kontakt zum Geschichtsverein für Mittelrhein und Vorderhunsrück: Dr. Rainer Lahme (Vorsitzender), Postfach 1463, 56138 Boppard, geschichtsverein-boppard@gmx.de.

Dr. Sprenger hält seinen Vortrag noch einmal am 7. Dezember 2017 im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz.

 

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Abzugsparade der amerikanischen Streitkräfte vor dem Koblenzer Hauptbahnhof, 24. Januar 1923. Rechts salutieren französische Soldaten, die die US-Truppen ablösen (StAK FA 1-015).

 

Literatur:

Anton Golecki: Vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der Weimarer Republik. In: Geschichte der Stadt Koblenz. Bd. 2: Von der französischen Stadt bis zur Gegenwart. Gesamtred.: Ingrid Bátori in Verbindung mit Dieter Kerber u. Hans Josef Schmidt. Stuttgart 1992, 2. Aufl. 1995, S. 119-169, 567-570 (Anmerkungen), hier S. 129-145, 568-569 (Anmerkungen).

Martin Schlemmer: Die Rheinland-Besetzung (1918-1930). Landschaftsverband Rheinland, Portal Rheinische Geschichte.

Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck

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Band 1, Klappentext (Prof. em. Dr. Lucian Hölscher): „Lutz Engelskirchen erzählt die hundertjährige Geschichte des Kaiserdenkmals am Deutschen Eck in Koblenz als spektakuläre Geschichte wechselnder nationaler Identitäten: Sie zieht sich vom kaiserlichen Reichsdenkmal der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg über das autoritäre Staatssymbol der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft bis hin zum Mahnmal der europäischen Einigung und des geteilten Deutschland. Die aufwendige Rekonstruktion der Kaiserstatue verdankte das Deutsche Eck Anfang der 1990er Jahre allerdings ironischerweise gerade dem politischen Bedeutungsverlust der nationalen Denkmalskultur, die heute nur noch als touristische Attraktion und nostalgisch-kritische Erinnerung überlebt. Von den Intentionen der Stifter über die politischen Interpretationen der politischen Parteien bis zur Rezeption des Denkmals durch die Besucher durchschreitet diese spannende Darstellung das ganze Arsenal der einschlägigen Gesichtspunkte.“

Lutz Engelskirchen: Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in seinem Jahrhundert. Bd. 1-2. Berlin: Lit, 2016. ISBN 978-3-643-13348-9. – Zugl.: Bochum, Univ., Diss., 2013.