Töpfer, Ziegeleien, Kalkbrennereien und Tonabbau in Koblenz

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Anzeige der Firma Gebrüder Peters mit Ansicht des Ringofens, Koblenzer Adressbuch 1883, Anzeigenteil, S. 47; vgl. Dilibri.

Peter Kleber widmet sich in seinem Aufsatz diesem bislang vernachlässigten Aspekt der Koblenzer Stadtgeschichte:

Töpfer- und Ziegelwesen, Kalkbrennereien und Tonabbau in Koblenz. Ein Rekonstruktionsversuch

Gemeinschaftsblog Rheinische Geschichte

 

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Wappen der preußischen Rheinprovinz, (Quelle: Wikimedia), das im März 1926 vom Rheinischen Provinziallandtag beschlossen und einige Monate später vom Preußischen Staatsministerium genehmigt wurde. > Mehr …

 

Räumlicher Bezugsrahmen des Gemeinschaftsblogs ist die ehemalige preußische Rheinprovinz, also der Landesteil Nordrhein des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen und die früheren rheinland-pfälzischen Regierungsbezirke Koblenz und Trier.

Hier der Link zum Blog, via Archivalia.

 

Widerstand und Verfolgung im heutigen nördlichen Rheinland- Pfalz 1933-1945

Die Ausstellung des Fördervereins Mahnmal Koblenz e. V. im Landesbibliothekszentrum am Bahnhofplatz veranschaulicht die Geschichte des „Dritten Reiches“ im Großraum Koblenz anhand zahlreicher Biographien von NS-Opfern. Die Ausstellung ist bis einschließlich 29. April 2016 zu sehen.

Am Donnerstag, 7. April 2016, folgt die Uraufführung des Dokumentarfilms
„Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – das war sein Vermächtnis.“ – Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883-1955), eine Produktion des Fördervereins Mahnmal Koblenz. Beginn ist um 19 Uhr.

Erxleben

Friedrich Erxleben am Schreibtisch. Foto: Förderverein Mahnmal Koblenz e. V.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.

#Förderverein Mahnmal Koblenz e. V.

#Erxleben, Friedrich

13. November 1817: Das erste Dampfschiff erreicht Koblenz

FA1 Dampfschiff Rhein (Stich) 1825-09-14

Nach Abschluss der Manöver auf dem Urmitzer Feld (10.-13. September 1825) fährt der preußische König Friedrich Wilhelm III. am 14. September 1825 mit dem Dampfschiff „Der Rhein“ von Koblenz nach Köln (Fotografie eines Stichs, StAK FA 1-81).

 

Im November 1817 erreichte das erste Dampfschiff, das rheinaufwärts fuhr, die Stadt Koblenz. „Es war die CALEDONIA, die von James Watt jr., dem Sohn des Dampfmaschinenbauers, geführt wurde. Nun hatte am 13.11.1817 auch Koblenz die Ehre, Endstation der Erprobungs- bzw. Vorführungsfahrt eines Dampfschiffes auf dem Rhein zu sein. Auch dieses Schiff konnte mit seinem Dampfantrieb noch nicht recht überzeugen, es hatte für die letzte Strecke Pferde zu Hilfe nehmen müssen. Die Bemühungen der Engländer, bei der preußischen Regierung eines Konzession für ihre Dampfschiffe auf dem Rhein zu erhalten, wurden abgewiesen: Die preußische Schiffahrt brauche die Dampfer nicht, und im übrigen sei die Brauchbarkeit der Dampftechnik ganz und gar nicht bewiesen.“ – Zitat aus: Klaus Schmitt: Das Dampfschiff kommt auf den Rhein. In: 2000 Jahre Rheinschiffahrt. Begleitpublikation zur Ausstellung des Landesmuseums Koblenz und des Rhein-Museums e. V. Koblenz 1991 (Veröffentlichungen des Landesmuseums Koblenz, Reihe B, Bd. 40), S. 85-98, hier S. 92 (ohne Quellenangabe).

 

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Auszug aus dem Lucasschen Zeitbuch (StAK 623 Nr. 998, S. 401 Nr. 724).

Darüber hinaus berichtet das Lucassche „Zeitbuch“: „Am 13ten November kömt das erste Dampfschiff hier an, wo es gleich unter der fliegenden Brücke landet. Am 15ten kehrte dasselbe nach Cöln zurück.“ – Der Privatier (Rentner) Josef Anton Lucas führte eine ausführliche Chronik, deren großer Wert für die Koblenzer Stadtgeschichte sich auch im vorliegenden Fall wieder einmal erweist, berichtete doch die Zeitung „Koblenzer Anzeiger“ mit keiner Zeile über dieses Ereignis. Damals pendelte noch die im „Zeitbuch“ erwähnte Fliegende Brücke zwischen Koblenz und Ehrenbreitstein – eine Art Gierponte, die durch die Strömung von einem Ufer zum anderen befördert wurde. Die Schiffbrücke nahm erst im April 1819 ihren Betrieb auf.

 

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Die „Fliegende Brücke“ am Koblenzer Rheinufer; Ausschnitt aus dem „Dilbecker-Plan“ von 1794 (StAK K Nr. 279).

#Friedrich Wilhelm III. (preuß. König) #Watt, James (jr.) #Lucas, Josef Anton #Dilbecker, Johann Peter

Das Denkmal am Deutschen Eck

Deutsches Eck 2011

Blick auf die Kastorkirche, das Deutsche Eck und die Seilbahn zur Festung Ehrenbreitstein, April 2011. Foto: Holger Weinandt (CC-BY-SA).

„Es ist sicher des Nachdenkens wert, wie dieses Denkmal im Laufe der Zeit ein Eigenleben entwickelt hat. 1896 von Bruno Schmitz in einem großartigen Entwurf als Schiffsbug am Zusammenfluß von Rhein und Mosel gestaltet, wurde es zum Wahrzeichen von Koblenz, ja ein Stück Identität dieser Stadt. Dieser Aspekt hat das Kaiserreich, den preußischen Staat und die Zerstörung des Standbilds überlebt und schließlich zu seiner Wiedererrichtung geführt. Der Sinn des Denkmals, an die Einigung der deutschen Staaten zum ‚Zweiten Reich‘ zu erinnern, wurde weitergeführt durch die Umwidmung des Denkmaltorsos in ein Mahnmal der Teilung Deutschlands. Seit der Wiedervereinigung schließlich zeugt die schlichte Geste der am Eck gehißten Flaggen der 16 neuen und alten Bundesländer von dem bescheiden gewordenen Selbstverständnis Deutschlands als Bundesrepublik. Der überdimensionale Sockel ist damit frei geworden für den Blick in die Geschichte.“

Zitat aus: Ingrid Bátori: Editorial. In: Koblenzer Beiträge zur Geschichte und Kultur N. F. 3 (1993) [Schwerpunkt: Das Denkmal am Deutschen Eck], S. 5-6, hier S. 5.

Michael Koelges: Das Deutsche Eck in Koblenz (2012)

Medien im Geschichtsunterricht. Ein Blog von Daniel Bernsen (Suchergebnisse Deutsches Eck)

Katharina Ritt, Gymnasium auf der Karthause, Koblenz: Das Deutsche Eck. Symbol nationaler Einheit oder Zeichen übertriebenen Nationalstolzes? (2013)

Marco Zerwas: Lernort „Deutsches Eck“. Besprechung im Rezensionsjournal „Sehepunkte“, Ausgabe 15 (2015), Nr. 12

Lutz Engelskirchen: Denkmal im politischen Raum. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal am Deutschen Eck in seinem Jahrhundert. Bd. 1-2. Berlin: Lit, 2016. ISBN 978-3-643-13348-9. Zugl.: Bochum, Univ., Diss., 2013.

#Wilhelm I. (dt. Kaiser) #Schmitz, Bruno

 

Die Revolution von 1848/49 in Koblenz

Bürgerwehrhauptmann Kopp 1848

Friedensrichter Benedikt Josef Kopp in der Uniform des Koblenzer Bürgerwehrhauptmanns, Aquarell, Mittelrhein-Museum Koblenz, Inv.-Nr. G 1967/29.

Im Mai und Juni 1998 zeigte das Stadtarchiv zusammen mit dem Bundesarchiv und dem Landeshauptarchiv eine Ausstellung zur Geschichte der Revolution von 1848/49, die die Ereignisse auf europäischer und deutscher Ebene, in der Rheinprovinz und in Koblenz behandelte. Der Koblenz betreffende Teil wurde stellenweise überarbeitet und ist nachfolgend verfügbar.

Die Revolution von 1848/49 in Koblenz

Michael Koelges: Die Revolution von 1848/49 in Koblenz – Vortrag vom 30. Juni 1998

#Kopp, Benedikt Josef