Clemens Brentano und Guido Görres

Unerkannte Lyrik Clemens Brentanos im „Hürnen Siegfried“ des Guido Görres (1843)

#Brentano, Clemens #Görres, Guido

Stadtchronik

StAK_623_Nr_0998_S_916_Nr_1426

Symbolbild; sog. Lucassches Zeitbuch, 19. Jh. (StAK 623 Nr. 998, S. 916, Nr. 1426).

Das Stadtarchiv hat unter anderem die Aufgabe, das Zeitgeschehen in Koblenz zu dokumentieren. Die Stadtchronik wird fortlaufend geführt.

Die Stadtchronik bis 1960 wurde zum allergrößten Teil aus der einschlägigen Literatur erarbeitet:

 

Für den Zeitraum von 1961 bis 1991 wurden die Koblenzer Zeitungen im Rückblick ausgewertet:

 

Seit 1992 ist die Koblenzer Tagespresse aktuelle Quellengrundlage der Stadtchronik:

Willi Gabrich, Anke Sürtenich: Chronik geschichtlicher Ereignisse von Koblenz-Neuendorf (wird laufend aktualisiert).

#Lucas, Josef Anton

 

Koblenzer Häuserbuch

häuser

Koblenzer Häuserbuch
Herr Manfred Gillissen hat in jahrzehntelanger, mühevoller Forschungstätigkeit eine umfangreiche Materialsammlung zusammengetragen, die die Geschichte der Koblenzer Profanbauten (Wohnhäuser, Adelssitze, Wirtschaftsgebäude etc.) zum Teil bis zurück in die Zeit des Hochmittelalters dokumentiert. Seine überarbeiteten Exzerpte aus Archivalien des Stadtarchivs Koblenz, des Landeshauptarchivs Koblenz sowie weiterer staatlicher und Familienarchive hat Herr Gillissen freundlicherweise dem Stadtarchiv überlassen mit der Erlaubnis, sie im Internet zu publizieren. Somit steht nunmehr ein reicher stadt- und baugeschichtlicher, aber auch genealogischer und sozialgeschichtlicher Fundus zur Verfügung, dessen Wert für die Koblenzer Lokalgeschichte bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Das Stadtarchiv wird in den kommenden Monaten das Material nach und nach veröffentlichen.
dilbecker-plan

Dilbecker-Plan, 1794  (StAK K Nr. 279).

Die Informationen zu den einzelnen Häusern werden straßenweise in PDF-Dateien zusammengefasst. Die Erfassung erfolgt auf der Grundlage des sogenannten Dilbecker-Plans (StAK K Nr. 279) mittels eines einfachen Schemas, dessen Aufbau sich dem Benutzer rasch erschließt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll das Material durch historische und/oder aktuelle Fotos der jeweiligen Gebäude veranschaulicht werden. Ergänzend tritt ein Überblick über die bereits erfassten Häuser hinzu, außerdem ein Glossar, ein Abkürzungsverzeichnis sowie ein Quellen- und Literaturverzeichnis.
Kritik und Verbesserungsvorschläge nimmt das Stadtarchiv gern unter der E-Mail-Adresse stadtarchiv@stadt.koblenz.de entgegen.
Häuser nach Straßen:
Altengraben (in Arbeit)
Am Plan (komplett)
Auf der Danne (komplett)
Entenpfuhl (in Arbeit)
Florinspfaffengasse (komplett)
Görgenstraße (in Arbeit)
Kastorgasse (in Arbeit)
Kornpfortstraße (komplett)
Löhrstraße (komplett)
Unterm Stern (komplett)
Gegenüberstellung der alten, von ca. 1769 bis 1851 verwendeten, und der seit 1851 gültigen Hausnummern:
Zwei ältere Aufsätze befassen sich mit Koblenzer Häusernamen und Hausschildern:
Georg Reitz: Häuserbezeichnungen im alten Coblenz. In: Mittelrheinische Geschichtsblätter 1 (1920), Nr. 12, S. 7;
Georg Reitz: Ehemalige Koblenzer Hausschilder. In:

Das Einwohnerverzeichnis von 1818

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Formularkopf des Einwohnerverzeichnisses von 1818, hier Haus Nr. 802 in der Weißer Gasse (StAK 623 Nr. 2166, S. 198).

 

Die Einwohner der Stadt Koblenz im Jahr 1818

Das Einwohnerverzeichnis von 1818 ermöglicht einen Einblick in die Sozialstruktur der Koblenzer Bevölkerung zu Beginn der preußischen Zeit. Leider ist es nicht vollständig überliefert, doch sind hier mit knapp 8500 Personen ca. 83 Prozent der damaligen Koblenzer Bevölkerung dokumentiert, die sich auf rund 10.300 Einwohner belief. Hier können einzelne Namen recherchiert werden, was sicherlich für Familienforscher interessant ist. Darüber hinaus lassen sich bis zu einem gewissen Grad auch sozial-, wirtschafts- und bevölkerungsgeschichtliche Fragestellungen beantworten. Die teilweise beengten und unhygienischen Wohnverhältnisse veranschaulicht die Tatsache, dass sich im am dichtesten besiedelten Gebäude der Stadt, dem Haus Nr. 264 in der Kastorgasse, sage und schreibe 46 Menschen drängten. Die Angaben zu Konfession, Geburtsjahr, Beruf, Kinderzahl und Herkunft lassen Rückschlüsse auf Wanderungsbewegungen oder Stadt-Umland-Beziehungen zu.

Das Einwohnerverzeichnis umfasste ursprünglich sieben Bände, wobei der zweite Band nicht überliefert ist. Die einzelnen Straßen und Hausnummern verteilen sich auf die sechs erhaltenen Bände wie folgt:

StAK 623 Nr. 2166: 188 Häuser.

Enthält: Alte Burg (Nr. ½, 1), Altengraben (Nr. 2-18, 743-749, 749½, 750-759, 765-770), An der Moselbrücke (Nr. 828, 829/830, 831-833), Weißer Gasse (Nr. 771-778, 781-783, 785-789, 791-797, 797½, 798-801, 801½, 802-804, 806, 808, 808½, 809-812, 814-815, 817-827, 982, 984), Kaltenhof (Nr. 760-764), Wöllersgasse (Nr. 711-732), Am Plan (Nr. 627), Löhrstraße (Nr. 628-629, 631-641, 665-672, 675-676, 688/689, 690-693, 693¼, 694-695, 695¼ , 695½, 696-701, 701½, 702-710, 733-742), Marktstraße (Nr. 18-19).

StAK 623 Nr. 2167: 128 Häuser.

Enthält: Görgenstraße (Nr. 518-530, 556-557, 559-574, 574½, 575-581, 583-590, 594-598, 600-610), Rheingäßchen (Nr. 531-536, 536½, 537-548, 550-555, 994-997), Pfuhlgasse (Nr. 642-646, 648-654, 656-659, 659½, 660-664), Altlöhrtor (677-681, 682, 682 a-d, 683-687).

StAK 623 Nr. 2168: 96 Häuser.

Enthält: Marktstraße (Nr. 128), Am Plan (Nr. 129-132, 134-135, 612-626), Entenpfuhl (Nr. 136-148, 151-152, 494-495, 503-516), Braugasse (Nr. 149-150), Kornpfortstraße (Nr. 153-156, 158-160, 176-180, 192-202, 205-207), Unterm Stern (Nr. 181-183, 183½, 184, 188-189), Jesuitengasse (Nr. 496-501), Görgenstraße (Nr. 517, 611).

StAK 623 Nr. 2169: 143 Häuser.

Enthält: Kastorgasse (Nr. 245-258, 260-266, 268-274, 276-285, 285¼, 285½, 286, 286½, 287-293, 297-303, 303½, 304, 304½, 305-315, 315½, 315¾, 316, 319, 321-366, 368), Schwanenpforte (Nr. 369-370), Kastorhof (Nr. 371-375, 377-383, 385-387, 411-415), Moselstraße (Nr. 376).

StAK 623 Nr. 2170: 106 Häuser.

Enthält: Firmung (Firmungstraße, Nr. 208-225, 398-406, 473-486, 489-493); Nagelsgasse (Nr. 226-244, 396-397); Zollstraße (Rheinzollstraße, Nr. 416-419, 833, 839-844); Kastorpfaffengasse (Kastorpfaffenstraße, Nr. 408-410); Rheinstraße (Nr. 420-424, 426-430, 432, 435, 438-439, 849-855); Jesuitenplatz (Nr. 486½, 487-488), Paradeplatz (Nr. 455).

StAK 623 Nr. 2171: 67 Häuser.

Enthält: Vogelsang (Nr. 443-449, 845-848); Neustadt (Nr. 848½, 856, 997-1034); Paradeplatz (Nr. 456, 458-472).

Der fehlende zweite Band umfasste folgende Straßen und Hausnummern:

Marktstraße (Nr. 20-22, 43-44, 60-66, 90, 114-127), Altenhof (Nr. 23-42), Münzplatz (Nr. 45-47), Judengasse (Münzstraße, Nr. 48-50, 50 a, 52-59), Burgstraße (Nr. 50 b, 51), Gemüsegasse (Nr. 67-71, 71 a, 83-84, 87-89), Fruchtmarkt (Florinsmarkt, Nr. 72-82, 99-101, 171-174), Etzegäßchen (Nr. 85-86), Mehlgasse (Nr. 91-98, 102-113), Florinspfaffengasse (Nr. 161-170), Rheinstraße (Nr. 440, 450-454), Karmeliterstraße (Nr. 441), Vogelsang (Nr. 442, alter Festungsschirrhof), Weißer Gasse (Nr. 779-780, 985), Rheinzollstraße (Nr. 834-838, Geimer- oder Gäumergäßchen, 1827 abgebrochen), Schanzenpfortmauer (857-885), Wasserturmsmauer (Nr. 886-925, 986-993), Altlöhrtor (Nr. 926-930), Kleinschmittsgäßchen (Nr. 931-938), Seilerwall (Nr. 939-981).

Das Einwohnerverzeichnis wurde von Anfang bis Ende fortlaufend in eine Excel-Tabelle übertragen (siehe untenstehenden Link), die folgende Spalten umfasst:

A = ID-Nr. (Identifikationsnummer)

B = Name, Vorname

C = Straße

D = Hausnr.

E = Stand/Beruf

F = Geburtsdatum

G = Geburtsort

H = Konfession

I = Ehepartner/in

J = StAK 623 Nr., Seite (Quellenangabe)

K = Bemerkungen.

Die ID-Nr. (erste Spalte) korrespondiert mit der Quellenangabe (Signatur, aufsteigende Seitenzahl). Die Tabelle lässt sich nach den einzelnen Spalten sortieren, wobei der Zusammenhalt der jeweiligen Familien durch die Sortierung nach ID-Nr. oder Quellenangabe gewährleistet ist.

Wichtig:

Die Angabe der ID-Nr. meint nicht die automatisch vom Programm vergebene Zeilennummer ganz links, sondern die Zählung in der Spalte A. Während sich die vom Programm vergebene Zeilennummer bei Umsortierungen der Tabelle ändert, ist die ID-Nr. ein manuell vergebenes, unabänderliches Identifikationsmerkmal für die jeweilige Zeile bzw. Person.

Abkürzungen:

[] = Ergänzungen etc. des Bearbeiters

ev.= evangelisch

geb. = geboren

geh. = geheiratet

gest. = gestorben

isr. = israelitisch

jüd. = jüdisch

kath. = katholisch

LHA Ko = Landeshauptarchiv Koblenz

luth. = lutherisch

N. N. = Nomen nescio, hier fehlender Vor- und/oder Nachname

StAK = Stadtarchiv Koblenz

verh. = verheiratet

verw. = verwitwet.

 

Die Zuordnung der Hausnummern zu den jeweiligen Straßen richtet sich nach der Hausnummernkonkordanz von 1852 unter Abgleichung mit dem Dilbecker-Plan von 1794 (StAK K Nr. 279) und dem sogenannten Adressbuchplan von 1840 (StAK K Nr. 213). So wird beispielsweise das Haus Nr. 627 nicht, wie in der Vorlage angegeben, zur Löhrstraße, sondern zum Plan gerechnet. Seitengässchen, die in der Hausnummernkonkordanz von 1852 als Straßennamen genannt sind, werden in eckigen Klammern hinter dem Straßennamen angegeben; Beispiel: Altengraben [Korallengäßchen]. Die Zuordnung einzelner Hausnummern zu diesen Seitengässchen erfolgt nach den Angaben in der Hausnummernkonkordanz von 1852 sowie der Aufstellung der Koblenzer Straßennamen bei Max Bär: Aus der Geschichte der Stadt Koblenz 1814-1914. Koblenz 1922, S. 181-185; vgl. http://www.dilibri.de/rlb/content/pageview/6355.

Einzelne Personen, die aufgrund von Verweisen (Umzügen) mehrfach auftauchen (ca. 50), wurden wegen des hohen Korrekturaufwandes nicht zusammengeführt. Die ID-Nr. ist also um ca. 50 größer als die Anzahl der in der Datei erfassten Personen.

Vornamen erscheinen in vereinheitlichter (heutiger) Schreibweise: Josef statt Joseph, Stefan statt Stephan, Kaspar statt Caspar, Karl statt Carl, Bernhard statt Bernard, Georg statt Goerg etc. Bekannte Familiennamen werden ebenfalls vereinheitlicht: Longard statt Lungard, Görres statt Goerres, Schaaffhausen statt Schaffhausen, Schuy statt Schuhi, Pottgeißer statt Pottgießer usw.

In der Spalte Stand/Beruf erscheinen die Standes- vor den Berufsbezeichnungen; Beispiel: Witwe, Näherin; Witwer, Metzgermeister. Bei den Berufsbezeichnungen werden aus Gründen der Vereinheitlichung Fleischer durchgehend als Metzger, Wirte, Bierwirte, Schankwirte, Weinwirte etc. oder „Gastgeber“ als Gastwirt, unspezifische Handelsleute, Materialisten etc. als Kaufmann, Doktoren der Medizin etc. als Arzt, Schuster als Schuhmacher, Häfner als Töpfer, Leyendecker, Leiendecker etc. als Dachdecker, Weingärtner als Winzer, Wagner als Stellmacher, Kutscher als Fuhrmann, Studiosi als Student und Dienstmägde als Magd bezeichnet. Die Bezeichnung im Original wird dahinter in eckigen Klammern und Anführungszeichen vermerkt; Beispiel: Gastwirt [„Gastgeber“]. Durch die Anwendung der neuen Rechtschreibung wird aus dem Kammacher ein Kammmacher.

Beim Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr ist von einer verhältnismäßig hohen Fehlerquote auszugehen, wie Stichproben ergeben haben. Bei einigen wenigen Personen, deren genaues Geburtsdatum aus anderen Quellen – etwa Zivilstandsregistern – bekannt ist, wurde das korrekte Datum vermerkt; die Angabe der Vorlage erscheint in eckigen Klammern und Anführungszeichen: 1817-05-31 [„1816“].

Bei den Ortsnamen erfolgt die Angabe in der heutigen Form: Kretz [„Kratz“], Leutesdorf [„Leudersdorff“], Montabaur [„Montebor“], Engers [„Zollengers“] etc.

 

Das Einwohnerverzeichnis von 1818