Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

Lithographische_Sternpresse_1840

Lithographische Sternpresse, um 1840.

Besonders im 19. Jahrhundert blühte in Koblenz das Lithographen-Gewerbe. Zwischen 1820 und 1945 sind insgesamt 40 Steindruckereien nachweisbar. Peter Kleber zeichnet die Biographien der Inhaber nach und schildert eingehend den sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Hintergrund dieses Handwerkszweigs:

Die Geschichte des Steindrucks in Koblenz

#Becker, Gebrüder (Lithographen) #Kleber, Peter

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Gewitterstimmung. Die Julikrise 1914 in Koblenz

Attentat von Sarajewo CZ 1914-06-29

Artikel über das Attentat von Sarajewo aus der Coblenzer Volks-Zeitung vom 29. Juni 1914.

Im Juli 1914 herrschte in ganz Europa politische „Gewitterstimmung“: der Ausbruch des Ersten Weltkriegs stand unmittelbar bevor. Wie reagierte die Koblenzer Bevölkerung auf die politischen Spannungen und die wachsende Kriegsgefahr nach dem Attentat von Sarajewo? Anhand der „veröffentlichten“ Meinung in der Koblenzer Presse sowie persönlichen Quellen, nämlich Tagebuchaufzeichnungen und Memoiren, soll die Stimmung der Menschen in Koblenz, die zwischen Hoffen und Bangen schwankte, verdeutlicht werden.

Julikrise 1914

 

 

August 1914: Das Große Hauptquartier in Koblenz

 

Städtisches Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium

Städtisches Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium, 1907.

Das Städtische Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium (heute Eichendorff-Gymnasium) war aus der 1855 eröffneten städtischen Gewerbeschule hervorgegangen, die das Alte Kaufhaus am Florinsmarkt nutzte. Im Oktober 1907 bezog man den Neubau am Kaiser-Wilhelm-Ring (heute Friedrich-Ebert-Ring), den Stadtbaurat Maeckler nach Vorentwürfen der Stuttgarter Architekten Mehlein und Herpisch im Stil der rheinischen Renaissance errichtet hatte. Vom 16. bis 30. August 1914 beherbergte das Gymnasium mit dem Geschäftszimmer des Großen Generalstabs das Herzstück des Großen Hauptquartiers unter Generalfeldmarschall Helmuth von Moltke. Hierüber berichtete der kommissarische Direktor, Professor Anton Enste, ausführlich im Jahresbericht für das Schuljahr 1914/1915:

Das Große Hauptquartier in Koblenz

#Wilhelm II. (dt. Kaiser) #Moltke, Helmuth von #Enste, Anton #Maeckler, Friedrich Wilhelm #Mehlein (Architekt, Stuttgart) #Herpisch (Architekt, Stuttgart)

 

Die Stadtverwaltung Koblenz im Nationalsozialismus

FA_2_Nr_379 Rathaus Querflügel und Gebäude II 1937

Der Querflügel und das Gebäude II des Rathauses um 1937, geschmückt mit Hakenkreuzfahnen, Girlanden und Kränzen (StAK FA 2 Nr. 379).

 

Die Dissertation von Dr. Petra Weiß, stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs Koblenz, stellt eine grundlegende Aufarbeitung des städtischen Verwaltungshandelns im Nationalsozialismus und seiner Auswirkungen auf Bevölkerung und Alltagsleben dar.

Zur Diss.

#Rosendahl, Hugo #Simmer, Nikolaus #Wittgen, Otto #Habicht, Theo

Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus

FA1 Emil-Schüller-Straße 18 (Gauleitung) 1938-02

Die NSDAP-Gauleitung in der Emil-Schüller-Straße 18-20 im Schmuck von Hakenkreuzfahnen, um 1938 (StAK FA 1 – NS-Zeit 1933-1939).

 

Schon seit einigen Jahren liegen für eine Reihe von rheinland-pfälzischen Städten unterschiedlich dimensionierte und konzipierte Stadtführer vor, die sich speziell mit dem Thema Nationalsozialismus befassen (z. B. Trier, Mainz). Für Koblenz fehlte eine solche Publikation bisher, obwohl eine Nachfrage von Bürgern, Gästeführern, Lehrern und Besuchern der Stadt zu verzeichnen war. Diese Lücke schlossen 2012 – in vielfach bewährter Kooperation – das Landeshauptarchiv und das Stadtarchiv durch die Herausgabe der gemeinsamen Broschüre „Stadtführer Koblenz. Auf den Spuren des Nationalsozialismus“. Bewusst wurde dafür ein kleines, handliches Format gewählt, das in jede Jackentasche passt. Die ansprechende grafische Gestaltung besorgte das städtische Amt für Vermessung und Bodenmanagement, das auch die beiden Stadtpläne – einen historischen und einen aktuellen – aufbereitete, die zum Aufklappen in den Umschlagseiten integriert sind. Anhand von 30 ausgewählten Stationen stellen die Autorinnen Dr. Beate Dorfey (Landeshauptarchiv) und Dr. Petra Weiß (Stadtarchiv) das Geschehen in Koblenz im Dritten Reich dar. Die meisten Stationen führen den Leser dabei zu Gebäuden in der Innenstadt oder anderen Erinnerungsorten; auf eine vorgegebene Route wurde bewusst verzichtet. Andere Stationen behandeln Themenkomplexe wie Zwangsarbeit oder Kriegsende. Die leicht verständlichen Texte sind durch zeitgenössische Abbildungen illustriert. Der Band enthält außerdem einen chronologischen Überblick, ein Verzeichnis der NSDAP-Ortsgruppen und der „Judenhäuser“ sowie Hinweise zu den in Koblenz verlegten Stolpersteinen. Den Abschluss bildet eine Auswahl weiterführender Literatur.

Zum Stadtführer

Die Straßennamen der Stadt Koblenz

Straßenschild_Burgstraße

Straßennamen sind nicht nur für die Ermittlung aktueller und historischer Adressen eine unerlässliche Informationsquelle – gerade Familien- und Heimatforscher nutzen Straßenbezeichnungen für ihre Recherchen -, sondern auch Gegenstand der Orts-, Stadtgeschichts- und Namenforschung. Die vorliegende Dokumentation entstand daher nicht zufällig aus einer Ergebnissammlung für die Beantwortung häufiger Anfragen zu Koblenzer Personen und Bauten, bei denen Kenntnisse über die vormalige Benennung der Straßen eine wichtige Voraussetzung für weitere Auskünfte sind. Sie wird fortlaufend ergänzt und beruht vorwiegend auf Quellen, die im Stadtarchiv vorgehalten werden, also historischen Unterlagen und Veröffentlichungen, städtischem Verwaltungsschriftgut und einschlägiger Literatur.

Die Straßennamen der Stadt Koblenz

 

Die Auswandererdatei des Stadtarchivs

Aufruf an Auswanderungslustige Coblenzer Tageblatt 1849-02-11

„Aufruf an Auswanderungslustige!“ Anzeige im Coblenzer Tageblatt vom 11. Februar 1849.

 

Bislang (Stand 12. Nov. 2015) konnten 1751 Auswanderer aus Koblenz und den eingemeindeten Stadtteilen namentlich ermittelt werden. Diese Zahl spiegelt aber bei Weitem nicht das tatsächliche Aufkommen wider, weil eine hohe Dunkelziffer von Auswanderungen ohne Wissen und Konsens der staatlichen Behörden erfolgte. Der Untersuchungsraum von 1738 bis 1967 ergibt sich aus dem vorhandenen Quellenmaterial. Die zeitgenössischen statistischen Quellen zum Aufwanderungsaufkommen für die Stadt Koblenz zeigen, dass Erhebungen entweder gar nicht oder nur sporadisch durchgeführt wurden beziehungsweise Zahlen nicht bekannt waren. Um genauere Rückschlüsse über die Auswirkungen der Auswanderung auf das soziale Gefüge der Stadt Koblenz zu ziehen, sind sicherlich weitere Untersuchungen notwendig. Weitere Informationen finden Sie hier:

Auswanderung aus Koblenz