„Ich als ein Soldatenfreund“. Der kurtrierische Generalmajor Franz Anton von Murach

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Unterschrift General von Murachs (aus: StAK 623 Nr. 1053, S. 8).

 

Dr. Peter Többicke widmet sich dem kurtrierischen Generalmajor Franz Anton von Murach. Dieser war Chef des kurtrierischen Regiments zu Fuß, Hofkriegsrat, Kommandant der Festungen Koblenz und Ehrenbreitstein und Koblenzer Stadtkommandant. Aus einem oberpfälzischen Adelsgeschlecht stammend, trat er 1752 in kurtrierische Dienste und starb am 14. Mai 1787 in Koblenz.

Eine zentrale Quelle zu Murach und dem Zustand der kurtrierischen Truppen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist eine Denkschrift, die unser Gastautor ediert und kommentiert hat.

 

#Murach, Franz Anton von #Többicke, Peter

Die Familie Mayer-Alberti. Eine Koblenzer Familien- und Unternehmensgeschichte

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Messestand der Firma M. Mayer, Koblenz-Lützel, auf der Mittelrheinischen Industrie-Ausstellung, 1924 (StAK FA 4,9 Nr. 1, Bild 93).

 

„Seit wann trägt die Straße an der Koblenzer Kulturfabrik die Bezeichnung Mayer-Alberti-Straße und wie kamen wir eigentlich zu dem Doppelnamen Mayer-Alberti?“ – Was für Historikerin Judith Höhn-Engers vom Stadtarchiv Koblenz im Frühjahr 2018 auf den ersten Blick wie eine Routineanfrage aussieht, entwickelt sich innerhalb weniger Tage Recherchearbeit zu einem überaus spannenden und umfangreichen Forschungsprojekt – denn es sind die Nachfahren einer der erfolgreichsten Koblenzer Unternehmerfamilien des 19. und 20. Jahrhunderts selbst, die ihnen bisher unbekannte Details der eigenen Familiengeschichte erfragen. Wie zahllose andere jüdische Mitbürger erleidet Familie Mayer-Alberti, die das wirtschaftliche, politische und in vielen Ehrenämtern auch das soziale Leben ihrer Heimatstadt über drei Generationen spürbar mitgestaltet hat, im Jahr 1938 das Schicksal der Zwangsenteignung und Vertreibung durch das nationalsozialistische Terrorregime.

Wie es zum Kontakt mit den Nachfahren der Unternehmerfamilie kam und welche Erkenntnisse ihre nunmehr eineinhalb Jahre andauernde Forschungsarbeit zur Familie und zum Unternehmen Mayer-Alberti inzwischen zutage gebracht hat, schildert Judith Höhn-Engers auf Einladung des Vereins für Geschichte und Kunst des Mittelrheins zu Koblenz im Rahmen ihres Vortrags am Dienstag, 3. Dezember 2019, um 18.00 Uhr im Landeshauptarchiv Koblenz.

#Mayer-Alberti, Familie #Höhn-Engers, Judith

 

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Amerikanische Besatzungssoldaten, im Hintergrund das Fabrikgebäude der Firma M. Mayer, um 1920 (StAK FA 4,7 Nr. 2, Bild 4).

Geister, Grusel, Gänsehaut. „Paranormal activities“ in Koblenz

 

 

Hexe

Schaufensterdekoration Café Werrmann, Koblenz, Marktstraße (Foto Kathrin Schmude, Stadtarchiv Koblenz).

 

In Zeiten modernster Wissenschaft und Technik scheint der Glaube an geisterhafte, magische Wesen und Ereignisse endgültig überwunden. Dennoch ist das Interesse am Übernatürlichen seit jeher Teil des menschlichen Lebens. Bis heute gehen wider Verstand und Rationalität insbesondere in der Zeit um Halloween von Geistern, Werwölfen, Hexen und anderem Paranormalen eine gewisse Faszination und Begeisterung aus. Die „Lust am Gruseln“[1] und der Wunsch, „sich unterhaltsam Angst einjagen zu lassen“[2], sind in dieser Zeit des Jahres besonders groß, so auch in Koblenz: Die Schaufenster werden schaurig-schön geschmückt, unter den Titeln „Halloween-Sale“ und „Halloween-Bonus“ wird für Einkaufstage im Elektro-, Lebensmittel- und Textilhandel geworben, verschiedene Halloween-Veranstaltungen für Jung und Alt angeboten und zu aufwendigen Verkleidungen animiert. Grund genug, sich jenseits ethnologischer und kulturanthropologischer Betrachtungsweisen auch einmal in der historischen Überlieferung unserer Stadt auf die Suche nach Geschichten über „paranormal activities“ zu begeben.[3]

Hier werden Sie fündig!

[1] Siehe „Halloween und Horrorfilm: Die Lust am Gruseln“, in: Süddeutsche Zeitung online, 27. Oktober 2019, abrufbar unter URL: https://www.sueddeutsche.de/leben/gesellschaft-halloween-und-horrorfilm-die-lust-am-gruseln-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-171027-99-624724 (Aufruf: 19.10.2019).

[2] Siehe Drewniok, Michael: Der schmale Grat zwischen Wahnsinn und Geister-Grusel, Juli 2018, abrufbar unter URL: https://www.phantastik-couch.de/titel/10694-horror-klassische-und-moderne-gruselgeschichten-von-charles-dickens-bis-ernest-hemingway/ (Aufruf: 19.10.2019).

[3] Vgl. Piereth, Uta: Dem Aberglauben auf der Spur. Notizen zu abergläubischen Phänomenen zwischen Maas und Rhein in Reiseberichten um 1800. Reiseberichte als Quelle der Magie- und Aberglaubensforschung, in: Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte, 1998 (24), S. 245-268, hier S. 245.

Verschlüsselte Botschaften: Theresienstadt-Postkarten 1943/1944

 

2017 erhielt das Stadtarchiv Koblenz einen historisch besonders wertvollen Zugang: Korrespondenz aus dem Nachlass der jüdischen Familie Dr. Isidor gen. Isi Treidel (Mayen 24.1.1887 – wahrscheinlich 18./19.10.1944 Auschwitz) und Erna Treidel geb. Hecht (Thalheim bei Limburg 2.1.1892 – wahrscheinlich 18./19.10.1944 Auschwitz). Der Schriftverkehr bildet nun den Bestand N 177. Das Stadtarchiv erschließt derzeit die eindrucksvollen und bewegenden Dokumente und legt hiermit der Öffentlichkeit erste Digitalisate vor. Die Anmerkungen und Transkriptionen sollen das Verständnis des Lesers und den Einsatz in der schulischen Vermittlungsarbeit erleichtern.

Verschlüsselte Botschaften: Theresienstadt-Postkarten

SAT.1-Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen vom 27.11.2019

#Treidel, Isidor #Treidel, Erna

Koblenz in der Kolonialzeit

Koblenz-Kolleg

Stefan Bosch (Koblenz-Kolleg) und Kathrin Schmude (Stadtarchiv).

Kathrin Schmude, Archivpädagogin des Koblenzer Stadtarchivs, besuchte am 17. September 2019 den Geschichtsleistungskurs des Abendgymnasiums (K1) des Koblenz-Kollegs. Sie brachte historische Fundstücke aus der Kolonialzeit mit. Nach der Vorstellung von Aufgaben und Funktion des Stadtarchivs übten sich die Kollegiatinnen und Kollegiaten darin, Zeitungsartikel in Frakturschrift zu entziffern. Anhand von Fotografien und Adressbüchern erforschten sie die Bedeutung des Kolonialhandels für Koblenz. Mit großem Eifer und Spaß stellten die Kursteilnehmer Bezüge zu bisherigen Unterrichtsinhalten her und förderten interessante Erkenntnisse zutage.

Hier gibt es mehr zum Koblenz-Kolleg:

https://www.koblenz-kolleg.de/

https://de-de.facebook.com/Tageskolleg.Abendgymnasium.OnlineSchulzweig/

#Schmude, Kathrin #Bosch, Stefan